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Eishockey: Eishockey-Oberliga: Der HC Landsberg blamiert sich zwei Mal

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Eishockey-Oberliga: Der HC Landsberg blamiert sich zwei Mal

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    Für Jason Lavallee und seine Teamkameraden war es ein ganz bitteres Wochenende: Der HC Landsberg kassierte gegen Lindau und Klostersee zwei Klatschen.
    Für Jason Lavallee und seine Teamkameraden war es ein ganz bitteres Wochenende: Der HC Landsberg kassierte gegen Lindau und Klostersee zwei Klatschen. Foto: Thorsten Jordan

    Die „Wochen der Wahrheit“ beginnen für den HC Landsberg mit zwei katastrophalen Niederlagen. Gegen Lindau und Schlusslicht Klostersee unterliegen die Riverkings in der Eishockey-Oberliga mit 3:6 und 3:7. Und das, obwohl der Kader wieder fast komplett ist. Und bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) steht das nächste Spiel in Memmingen an. Zuvor aber tagen Mannschaftsrat, Mannschaft und Präsidium.

    Für die Riverkings gibt es keine Ausreden mehr: Abgesehen von den Verteidigern Dennis Neal und Riley Stadel war der Kader komplett – aber nicht in der Lage, gegen zwei Mannschaften, die hinter Landsberg platziert waren, zu punkten. Eine Blamage war die Niederlage gegen Klostersee: Die Gastgeber haben in der laufenden Saison noch nie mehr als vier Tore erzielt – gegen Landsberg waren es sieben und der erste Drei-Punkte-Sieg für den EHC.

    Beim HC Landsberg brennt an Weihnachten der Baum

    Statt eines entspannten Weihnachtsfests brennt beim HCL buchstäblich der Baum. In beiden Spielen präsentierten sich die Riverkings nicht wie eine Mannschaft, die um die Play-off-Plätze kämpfen kann, sondern wie ein Team, das in den Play-downs allergrößte Probleme haben wird, die Klasse zu halten.

    War Trainer Sven Curmann nach der Niederlage gegen Lindau bei der Pressekonferenz ebenso enttäuscht wie wortkarg, so fand er am Montag in der Pressekonferenz deutliche Worte: „Schlechter als momentan kann man nicht spielen und so gehören wir auch nicht in die Oberliga.“ Er sei überzeugt, dass der Kader konkurrenzfähig sei, warum man es nun nicht abrufen könne, sei ihm ein Rätsel. „Aber jetzt muss etwas passieren.“ Direkt nach dem Spiel gab es vonseiten des HCL-Präsidiums keine Reaktion. „Wir müssen das jetzt wirklich ganz genau analysieren“, sagte Pressesprecher Joachim Simon auf Nachfrage.

    Die komplette personelle Situation wird hinterfragt

    Deshalb werde am Dienstagabend eine Sitzung des Mannschaftsrats, der Mannschaft und dem Präsidium stattfinden. „Wir müssen etwas tun“, so Simon. Das beinhalte nicht automatisch eine Trennung vom Trainer, auch personelle Konsequenzen bezüglich des Kaders stünden im Raum. „Wenn der eine oder andere spazieren fährt, ist das nicht nur eine Trainersache“, sagte der HCL-Pressesprecher. Curmann selbst sagte, dass er nicht das Handtuch werfen werde: „Aufgeben ist nicht meine Mentalität.“ 

    Beim EHC Klostersee kassierte der HCL schon in der 4. Minute in Unterzahl den ersten Gegentreffer und in der 9. Minute fiel das 2:0. Der 1:2-Anschluss durch Adriano Carciola (19.) machte Hoffnung – die aber im zweiten Abschnitt schnell zerstört wurde. Innerhalb von vier Minuten (29./31./33.) stellte Klostersee auf 5:1. Und das 2:5 durch Frantisek Wagner (39.) wurde noch vor der Pause mit dem 6:2 der Gastgeber beantwortet.

    Im letzten Drittel ersetzte Michael Güßbacher Keeper Andreas Magg, musste aber nach gut drei Minuten auch bereits hinter sich greifen. Zwar gelang Christian Hanke im Powerplay noch das 3:7, allerdings erst knapp zwei Minuten vor Schluss, da war das Spiel schon lange gelaufen. 

    Seinen Anfang hatte das Drama bereits am Freitagabend genommen. Mehr als 800 Fans kamen zum Heimspiel der Landsberger gegen Lindau ins Stadion, doch für die HCL-Anhänger wurde es ganz bitter. In den ersten beiden Dritteln grenzte der Auftritt der Landsberger schon an Arbeitsverweigerung. Jedenfalls bei einigen Spielern. Zu langsam auf den Beinen und im Kopf, dazu noch mit einem katastrophalen Zweikampfverhalten: Die Gastgeber machten es Lindau viel zu leicht. Hinzu kamen noch völlig unnötige Strafen. Zwar glich Nikolas Strodel die schnelle Führung der Gäste (1.) in der 11. Minute aus, doch bei doppelter Unterzahl kassierte der HCL noch vor der ersten Pause den zweiten Gegentreffer.

    Im zweiten Abschnitt dasselbe Bild: Landsberg weigerte sich, zu kämpfen. Lindau dagegen nutzte seine Chancen, schraubte die Führung auf 5:1 in die Höhe, ehe Jason Lavallee kurz vor der zweiten Pause auf 2:5 stellte. Aus dem Publikum waren da vereinzelt „Aufhören“-Rufe zu hören gewesen. 

    Erst im letzten Drittel wacht Landsberg auf

    Erst im letzten Drittel zeigten die Riverkings, dass sie den Gästen mindestens ebenbürtig sein können. Jetzt machte man Druck, Lindau musste auch eine Auszeit nehmen, doch entweder scheiterte man an Latte, Pfosten, oder Keeper Geidl. Als in der 48. Minute noch das 6:2 für Lindau fiel, war die Partie entschieden, daran änderte auch das 3:6 durch Walker Sommer (52.) nichts mehr.

    Schon am Mittwoch steht für die Riverkings das nächste Spiel an, bei den Indians in Memmingen. Ohne einer deutlichen Leistungssteigerung droht dort die nächste Klatsche. 

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