Gegen den TSV Nördlingen feierte der TSV Landsberg in der Fußball-Bayernliga einen wichtigen 3:0-Sieg, der aber einen bitteren Beigeschmack hat. Denn schon in der Anfangsphase verletzte sich Torhüter Max Fuchs und für ihn dürfte die Saison vorbei sein. Damit haben die Landsberger ein Torwart-Problem, vor allem dann, sollte sich auch noch Stammkeeper Leo Leimeister verletzen. Keine einfache Situation für Trainer Chris Rech.
Gut zehn Minuten waren in der Partie gegen Nördlingen gespielt, dann kam der Schreckmoment für Max Fuchs: Der Landsberger Keeper kam aus seinem Kasten, um einen Ball abzufangen, blieb im Rasen hängen und es war eigentlich sofort klar, dass es für ihn nicht mehr weitergehen würde. Fuchs versuchte es noch mal, dann musste er sich auswechseln lassen und Leo Leimeister hielt den Kasten sauber. „Wir haben noch keine genaue Diagnose, aber alles deutet auf einen Kreuzbandriss bei Max hin“, sagte Rech auf Nachfrage unserer Redaktion. „Das ist natürlich extrem bitter für Max“, so der Coach. „Wir können jetzt nur für ihn da sein, und ihn da unterstützen, wo es möglich ist.“
Wer kommt als Nummer zwei im Tor infrage?
Gleichzeitig muss Chris Rech nun aber erneut ein Torwart-Problem lösen. Bereits im September vergangenen Jahres war Leo Leimeister auf der Torhüter-Position etwas überraschend zum „Einzelkämpfer“ geworden. Damals war der 19-jährige Cinar Tastan kurzfristig in den Kader der ersten Mannschaft gerückt, doch der hat Landsberg im Winter wieder verlassen. Und Ersatz aus der zweiten Mannschaft zu holen, dürfte auch nicht so einfach werden.
Im Kader des Kreisliga-Teams wäre mit Frank Schmitt (35) ein Torhüter vorhanden, der auch Erfahrung in der Landesliga und Bayernliga vorweisen kann, doch Schmitt ist ebenfalls langzeitverletzt. Mike Echter, dem Trainer der Reserve, steht nur Felix Janßen zur Verfügung: Der 18-Jährige hat bislang elf Spiele in der Kreisliga absolviert. Und aus der A-Jugend lässt sich auch kein Torwart verschieben: Alle sind noch keine 18 Jahre alt.
In Denklingen hat Tobias Heiland ausgeholfen
„Wir werden sicher eine Lösung finden“, ist Chris Rech zuversichtlich. Jetzt müsse erst mal geprüft werden, an welchen Tagen sich die Spiele der ersten und zweiten Mannschaft überschneiden. Sollte Janßen nicht in der Startelf stehen, dürfte er am selben Tag in beiden Mannschaften auflaufen, das handhaben die Landsberger ja unter anderem mit Luca Dollinger in dieser Form. „Aber wir sind natürlich für alles offen“, betont Rech. Vielleicht lässt sich ja auch ein Spieler reaktivieren, so wie es Denklingen mit Tobias Heiland (er spielte auch schon in Landsberg) gelungen ist. „Wir werden eine Lösung finden“, ist Christoph Rech zuversichtlich.
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