600 Forellen sind in einem Fischweiher an der Uttinger Fahrmannsbachstraße verendet. Was das Fischsterben ausgelöst hat, das die Polizei am Wochenende gemeldet hat, ist bislang unklar. Am Montag wurde ein Teil der toten Fische Bayern untersucht. Auf die Ergebnisse werde noch gewartet, berichtete der Vorsitzende der betroffenen Anglergemeinschaft "Seerose" aus Utting, Peter Tlaskal. Es gibt aber eine Vermutung, was den Forellen zum Verhängnis wurde.
Entdeckt wurden die toten Fische, als am Freitag der Futterautomat aufgefüllt werden sollte, berichtet Tlaskal. Schnell sei klar geworden, dass keine Forelle überlebt hatte. Daraufhin wurde der Teich abgelassen und dabei wurden auch fremde Fische festgestellt. Es handle sich um etwa 30 sichtlich kranke Karpfen, die in das Gewässer eingebracht worden waren. An den Karpfen seien Pilzinfektionen und Geschwüre sichtbar gewesen, berichtet Tlaskal. Die Karpfen, so meldet auch die Polizei, hätten allem Anschein nach die Forellen angesteckt. Über die Motive desjenigen, der die Fische in den Teich gesetzt hat, will der Vorsitzende der Angler nicht spekulieren. "Ich vermute aber, dass es nicht Absicht gewesen ist", sagt Tlaskal, um den Anglern einen Schaden zuzufügen.
Fischsterben in Utting: Der Schaden für die Angler ist erheblich
Dieser ist nicht unbeträchtlich. Die Forellen waren zwischen 400 und 600 Gramm schwer, bei 600 Exemplaren stelle dies einen Wert von rund 3000 Euro dar, rechnet Tlaskal vor. Die Fische hätten nächste Woche aus dem Wasser am Fahrmannsbach ins Angelgewässer des Vereins bei Steinebach gebracht werden sollen.
Nach dem Fund der toten Forellen und der kranken Karpfen wurden einige Tiere zur Untersuchung der Todes- und Krankheitsursachen zum Fischgesundheitsdienst Bayern in Poing gebracht. Ebenso wurde eine Wasserprobe abgegeben. Allerdings geht Tlaskal nicht davon aus, dass ein Schadstoff im Wasser das Fischsterben auslöste.
Die Dießener Polizei (Telefon 08807/92110) bittet unterdessen um Hinweise auf verdächtige Wahrnehmungen rund um den Weiher am Fahrmannsbach von Donnerstag bis zur Entdeckung der toten Fische am Freitag.