Anwohnerinnen und Anwohner beklagen sich über die Verkehrssituation in der engen und steilen Alten Bergstraße.Foto: Thorsten Jordan
Anwohnerinnen und Anwohnern ist die Verkehrssituation in der Alten Bergstraße seit Jahren ein Dorn im Auge. Nach einer Unterschriftensammlung wurde im vergangenen Monat auf der Bürgerversammlung nun ein konkreter Antrag vorgestellt – und die Verwaltung hat auf diesen schnell reagiert. In der jetzigen Sitzung des Stadtrats zeigte sich aber vor allem, dass sich die Suche nach einer Lösung schwierig gestalten dürfte.
Verkehrsthemen sind emotional belastet, das betonte auch Ernst Müller. Als Leiter des Ordnungsamts hat er sich allerdings an die Fakten zu halten. Und diese Fakten hat er mit Zahlen untermauert: Objektiv betrachtet ist die Verkehrsbelastung laut Zählungen eher gering, und es sind in den vergangenen fünf Jahren keine Unfälle bekannt, bei denen Fußgängerinnen und Fußgänger zu Schaden gekommen sind.
100 gesammelte Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache
Ja, bei der Alten Bergstraße handelt es sich um eine Anliegerstraße und diese sollte damit nicht als Abkürzung genutzt werden. Mit Blick auf Kontrollen stößt das Ordnungsamt allerdings an seine Grenzen. Denn die Befugnis, Fahrzeuge aktiv im fließenden Verkehr anzuhalten, ist der Polizei vorbehalten.
Dennoch ist nicht unter den Tisch zu kehren, dass die Anwohnerinnen und Anwohner unter der Lärmbelastung leiden und sie sich um die Sicherheit sorgen. Rund 100 an Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) übergebene Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Auch wenn der Einbau von Pollern nicht möglich ist: Die Stadtverwaltung nimmt das Thema offensichtlich ernst. Dass eine Anwohnerversammlung einberufen werden soll und die Initiatoren der Unterschriftenaktion zu konstruktiven Gesprächen bereit sind, ist eine gute Grundlage. Eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden, wird aber nicht einfach sein.
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