Yo Franklin, Stefan Gülden und Fotograf Marco Eberl stellen auf der Kunstmesse in München aus.
Landkreis Landsberg
Ein Duo stellt gemeinsam aus: So regional ist die Artmuc
Auf der Messe in München sind auch Künstler aus der Ammersee-Region vertreten. Unsere Redaktion stellt den Fotografen Marco Eberl sowie die Malerinnen Yo Franklin und Stefanie Gülden vor.
Unter anderem diesen „Rosengarten in Öl“ zeigt Yo Franklin aus Schondorf auf der Kunstmesse Artmuc in München.Foto: Yo Franklin
Wenn sich auf der Kunstmesse Artmuc in München vom 1. bis 3. Mai erneut zeitgenössische Positionen aus dem In- und Ausland versammeln, ist auch ein künstlerisches Duo vertreten, dessen Zusammenarbeit aus einer Begegnung genau an diesem Ort hervorgegangen ist: Marco Eberl und Yo Franklin.
Die beiden haben sich vor zwei Jahren auf der Artmuc kennengelernt. Was zunächst als flüchtiger Austausch unter Kunstschaffenden begann, entwickelte sich über die Zeit zu einem intensiveren Dialog. Im Herbst vergangenen Jahres besuchte Eberl Franklin in ihrem Atelier am Ammersee, Anfang 2026 fiel schließlich der Entschluss, die künstlerischen Positionen zusammenzuführen und gemeinsam in München auszustellen.
In München präsentiert Yo Franklin auf der Frühjahresmesse der Artmuc ihre Werke.Foto: Messe TV
Marco Eberl präsentiert auf der Messe überwiegend Schwarz-Weiß-Fotografien, die durch eine ungewöhnliche Form der Präsentation geprägt sind. Seine Arbeiten finden ihren Rahmen im wörtlichen Sinne in alten Fensterrahmen – Fundstücke von Antiquitätenhändlern oder aus digitalen Marktplätzen, die er behutsam überarbeitet. Diese individuellen Rahmungen sind mehr als bloße Präsentationsmittel; sie bilden ein zentrales Merkmal seines künstlerischen Ansatzes. Jeder Rahmen ist ein Unikat, fernab standardisierter Maße – und verlangt vom Fotografen ein präzises Auge für Komposition und Proportion. Bild und Träger gehen dabei eine enge Verbindung ein, die den Blick des Betrachters lenkt und zugleich öffnet.
Marco Eberl stellt einige seiner Fotografien, die er in alte Fensterrahmen gesetzt hat, aus. Hier das Bild: MonopterusFoto: Marco Eberl
Yo Franklin hingegen bringt Malerei nach München und mit ihr die Handschrift eines künstlerischen Kosmos, der im Kunsthaus Ammersee verortet ist. Dieser Ort versteht sich als Schnittstelle zwischen der persönlichen Bildsprache Franklins und dem kuratorischen Anliegen, junge Positionen der Gegenwartskunst sichtbar zu machen. Für die Frühjahrsausgabe der Artmuc hat sie Arbeiten aus mehreren Serien ausgewählt, darunter „Eternity – Kreis, Konzentration, Gegenwart“ sowie die „Abstrakten Gärten“.
Am gemeinsamen Stand treffen sich Fotografie und Malerei
Während „Eternity“ eine Reduktion auf das Wesentliche darstellt, setzen die „abstrakten Gärten“ einen bewussten Kontrapunkt. Hier entfaltet sich eine lebendige, semi-abstrakte Malerei, die zwischen Erinnerung und Möglichkeit oszilliert. Farbe und Komposition schaffen Räume, in denen sich flüchtige Momente von Schönheit verdichten. Am gemeinsamen Stand treffen sich Fotografie und Malerei, Struktur und Geste, Reduktion und Fülle. Ergänzt wird die Präsentation durch das Künstlerduo Stan Tofe (Steffy und Thomas Spilker), dessen ikonische Collagen auf Alubond, veredelt mit Glitzer, eine weitere Facette zeitgenössischer Ausdrucksformen einbringen.
Der Fotograf Marco Eberl ist heuer bei der Frühjahrsausgabe der Artmuc Co-Aussteller am Stand von Yo Franklin.Foto: Marco Eberl
Auch die Malerin Stefanie Gülden aus Zankenhausen präsentiert sich und ihre Kunst auf der diesjährigen Kunstmesse in München. Kunstliebhaber und insbesondere Freunden der Langen Kunstnacht in Landsberg dürften ihre Arbeiten bestens kennen. Im Rahmen des Ellinor Holland Kunstpreises hat Gülden gleich zwei ihrer Werke für die Versteigerung zugunsten des Leserhilfswerks unserer Zeitung, der Kartei der Not, gespendet.
Stefanie Gülden mit ihrem Gemälde „Dream in red“.Foto: Christian Rudnik (Archivbild)
Gülden mag Stilbrüche, setzt gegensätzliche Formen oder Linien nebeneinander und spielt mit Farbkontrasten. Über ihre Herangehensweise an neue Kunstwerke sagt sie: „Das Bild sagt mir, was es haben will. Die Entscheidung, welchen Farbklang es haben soll, kommt, während ich daran arbeite.“ Auf der Artmuc präsentiert die Künstlerin neben einem Gemälde, das abstrakte Blumen zeigt, auch kleinformatige Werke, die sie in einem Mix aus Acryl, Öl und Kohle kreiert hat.
Die Artmuc findet vom 1. bis 3. Mai statt
Die Kunstmesse Artmuc in der Ingolstädter Straße 45-47 in München findet von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. Mai, statt. Geöffnet ist die Messe am Freitag und Samstag von 11 bis 19 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
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