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27.11.2018

Bayern-SPD verlässt Kloster Irsee

Klausuren sollen in Nürnberg stattfinden

Berlin Mächtige Stauferburg im Frankenland statt barockes Kloster im schwäbischen Allgäu: Die Bayern-SPD bricht nach der schweren Wahlniederlage bei der Landtagswahl im Oktober mit einer jahrzehntelangen Tradition und wird ihre Klausursitzungen künftig nicht mehr im Tagungs- und Bildungszentrum des Bezirks Schwaben im früheren Benediktinerkloster Irsee bei Kaufbeuren (Kreis Ostallgäu) abhalten.

Nach Informationen unserer Zeitung ist stattdessen die Nürnberger Burg, die hoch über der Frankenmetropole thront, als zukünftiger Tagungsort der SPD-Landesgruppe im Bundestag sowie der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag im Gespräch. „Wir schneiden die alten Zöpfe ab“, sagte SPD-Landesgruppenchef Martin Burkert, der selber aus Nürnberg stammt, unserer Redaktion. Nach dem Debakel bei der Landtagswahl stehe „alles auf dem Prüfstand“.

Damit würde eine Ära zu Ende gehen. Kloster Irsee war für die Bayern-SPD das, was einst Wildbad Kreuth für die CSU war. Doch mittlerweile tagt die CSU im Kloster Seeon am Chiemsee. Hinter den dicken Klostermauern im Allgäu wurde so manche wichtige politische Weichenstellung vorgenommen, zahlreiche SPD-Chefs und andere hochkarätige Politiker waren in der Vergangenheit Gast bei der traditionellen Winterklausur Anfang Januar. Nach Informationen unserer Zeitung spielten bei der Entscheidung, Irsee den Rücken zu kehren, Kostengründe eine Rolle; aber auch die zentrale Lage und die deutlich bessere Erreichbarkeit von Nürnberg waren ein wichtiges Argument.

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