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Alpakas: Sieg trotz brauner Farbe

Alpakas

Sieg trotz brauner Farbe

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    Pit Rauscher züchtet Alpakas in Rammingen.
    Pit Rauscher züchtet Alpakas in Rammingen. Foto: Melanie Hofmann

    Rammingen Er hatte noch über einen Sieg gewitzelt, doch schnell wurde es ernst für Pit Rauscher aus Rammingen: Erst gewann sein Alpakahengst Raffael in der Kategorie „Alter und Farbe“, anschließend in seiner Farbklasse, dann wurde er bester Hengst und schließlich „Best of Show“ – das beste Tier der Alpakaschau Süd. Und das alles, obwohl Raffael braun ist.

    30000 Euro für ein Vorzeige-Alpaka aus Neuseeland

    Denn normalerweise gewinnen bei Alpakaschauen immer die Weißen, erklärt Pit Rauscher, Besitzer von Raffael und seit Jahren passionierter Hobbyzüchter. Dass er, zusammen mit einem seiner Tiere einmal auf dem obersten Platz des Treppchens stehen würde, hätte er nicht gedacht. Denn schließlich gebe es genügend Menschen, die mehr als hundert Alpakas besitzen, die Zucht professionell betreiben und sich mal eben für 30000 Euro ein Tier aus Neuseeland besorgen.

    Der zehn Monate alte Raffael hingegen stammt aus Rauschers eigener Zucht, das verdeutlicht auch das „PR“, das Teil des offiziellen Namens des Tieres ist. PR steht für Peter Rauscher. Schon die Mutter des erfolgreichen Alpakas, Rosita, wurde in Rammingen geboren.

    14 Tiere besitzt Pit Rauscher derzeit. Dass eines davon sich gegen 130 andere Alpakas durchsetzen würde, hätte er nicht geglaubt. „Einen solchen Erfolg haben selbst professionelle Züchter oft nur einmal im Leben“, sagt Rauscher, der hauptberuflich Maschinenführer ist, und zeigt voller Stolz die drei Pokale und die Rosette, die ihm Raffael bei der Alpakaschau beschert hat.

    Ausquartiert, um weitere Titel zu holen

    Anders als bei Tierschauen oft üblich, werden Alpakas nicht aufwändig verschönert – im Gegenteil: „Pflege macht das Vlies kaputt“, sagt Rauscher. Ein bisschen Heu im Fell macht den Wertungsrichtern nicht viel aus. Bewertet wird bei Alpakas nicht nur der Körperbau – also Beinstellung, Zähne, Rücken und Größe – sondern vor allem das Vlies. Bei der Alpakarasse Huacaya, zu der auch Raffael gehört, kommt es vor allem auf den Crimp an, die Wellenstruktur in den Haaren. Je feiner, umso besser. Den erfahrenen Preisrichter hat Raffael damit endgültig überzeugt, auch wenn dieser nach eigenen Worten in seiner Entscheidung „ungewohnte Wege“ beschreite.

    Nicht nur bei den anderen Züchtern, auch bei der Familie Rauscher war die Überraschung groß. Jetzt will es Pit Rauscher noch einmal probieren: Am 10. April fährt er mit Raffael nach Kassel zu einer weiteren der wenigen Alpakaschauen, die es in Deutschland gibt. Deshalb ist Raffael derzeit bei anderen Artgenossen in Untermeitingen (Kreis Augsburg) untergebracht, die ebenfalls nach Kassel mitfahren. So soll Stress für das Tier durch die ständigen „Herdenwechsel“ vermieden werden.

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