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Bad Wörishofen: Corona: Was gilt für Bad Wörishofens Gäste aus Risikogebieten?

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Corona: Was gilt für Bad Wörishofens Gäste aus Risikogebieten?

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    Mundschutz alleine, wie hier in einem Bad Wörishofer Schaufenster, reicht nicht mehr: Nach dem Beschluss der Staatsregierung vom Dienstag dürfen Gäste aus manchen Teilen des Landes überhaupt nicht mehr nach Bayern einreisen.
    Mundschutz alleine, wie hier in einem Bad Wörishofer Schaufenster, reicht nicht mehr: Nach dem Beschluss der Staatsregierung vom Dienstag dürfen Gäste aus manchen Teilen des Landes überhaupt nicht mehr nach Bayern einreisen. Foto: Bernd Feil

    Der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen hat nun Folgen für den Tourismus. Dass Heringsdorf auf Usedom am Montag erstmals Urlauber aus Corona-Risikogebieten zur Abreise aufgefordert hat, machte alsbald auch in Bad Wörishofen die Runde. Kein Wunder, NRW ist für den Tourismus in der Kurstadt immens wichtig. „Nordrhein-Westfalen stellt tatsächlich den drittgrößten Markt für Bad Wörishofen dar“, sagt die stellvertretende Kurdirektorin Cathrin Herd auf Nachfrage unserer Redaktion. „Im Jahr 2019 waren es 11.138 Ankünfte mit rund 68.500 Übernachtungen.“ Am Nachmittag reagierte dann auch Bayern. Die Staatsregierung hat verfügt, dass Menschen aus Landkreisen, die von Corona schwer getroffen werden, nicht mehr in den Freistaat einreisen dürfen.

    Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München mit.

    Noch am Vormittag herrschte unter den Hoteliers der Stadt Unsicherheit, wie nun mit der Situation in Nordrhein-Westfalen umgegangen wird. Hubertus Holzbock vom Hotel-und Gaststättenverband erhoffte sich Auskünfte von Verbandsseite. Für sein eigenes Haus sagte er, Gäste aus NRW seien kein Problem. Ähnlich äußerten sich auch Hans-Peter Schegerer vom Angerhof und Matthias Schneid vom Hotel Edelweiß. Auch sie wussten am Vormittag noch nicht, wie auf den Lockdown, der für den Kreis Gütersloh verfügt wurde, reagiert werden soll.

    Das sagt Bad Wörishofens Bürgermeister zu den neuen Entwicklungen

    „Wir würden ungern gesunde Gäste heimschicken“, sagte Bürgermeister Stefan Welzel (CSU) unserer Redaktion, nachdem die Entscheidung der Staatsregierung bekannt wurde.

    Der Kur- und Tourismusbetrieb der Stadt Bad Wörishofen beobachte die aktuellen Entwicklungen rund um die Frage der Beherbergung von Gästen aus Corona-Risikogebieten.

    Natürlich werde man den Vorgaben der Staatsregierung folgen, so Welzel. Demnach dürfen Gäste aus dem Kreis Gütersloh nicht mehr anreisen, außer „sie hätten einen negativen Corona-Test in der Tasche“, verdeutlicht Welzel. Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag für den Kreis Gütersloh einen Lockdown verfügt, vorerst bis zum 30. Juni.

    Was ist mit den Gästen aus NRW, die schon in Bad Wörishofen sind?

    In Bad Wörishofen gab es aus dem gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen im Juni bisher 184 Anreisen, teilt die Stadt mit.

    Hierunter zeichnet sich laut Cathrin Herd noch nichts konkret ab: „Weder in der Kurdirektion noch an der Gäste-Information gab es Nachfragen zu dem Thema. Auch seitens der Hotellerie gab es noch keinen Beratungsbedarf.“ Gleiches berichtet Eva Büchele, die Sprecherin des Landratsamtes Unterallgäu. Man warte dort ebenso auf weitere Vorgaben zur Umsetzung der Staatsregierung. Den Verantwortlichen vor Ort geht es dabei auch um die Frage, was mit Gästen ist, die bereits da sind.

    Die Stadt Bad Wörishofen setze hier auch auf eine gewisse Eigenverantwortung der Urlauber, sagt Bürgermeister Welzel. „Risikominimierung durch konsequentes Umsetzen der Schutz- und Hygienemaßnahmen sind für uns selbstverständlich“, ergänzt Herd. Jeder Urlauber, der Symptome an sich feststellt, müsse aus Eigen- und Fremdschutz von sich aus ebenso konsequent zu Hause bleiben.

    Der Kur- und Tourismusbetrieb fände es umgekehrt äußerst bedenklich, wenn man gesunde Gäste bitten müsste, abzureisen.

    Nach dem jetzigen Stand der Informationen durch die Bayerische Staatsregierung „müssen wir hier natürlich abwarten, ob wir dazu verpflichtet werden.“ (mit dpa)

    Die Corona-Krise hat nicht nur den Tourismus in Bad Wörishofen in arge Bedrängnis gebracht:

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