„Pfarrer Sebastian Kneipp ging es nicht allein darum, die Menschen von ihren körperlichen Leiden zu befreien, als Priester war ihm die Rettung der unsterblichen Seele das wichtigste Anliegen“. Auf dieses Vermächtnis des Wasserdoktors wies Abt Johannes Schaber (OSB) aus Ottobeuren bei einem festlichen Pontifikalgottesdienst hin, den er in Conzelebration mit Stadtpfarrer Andreas Hartmann in St. Justina feierte.
Der Ordensobere wies in seiner Predigt darauf hin, dass der Passus „Vergesst mir die Seele nicht“ im Vorwort der Erstausgabe des Buches „Meine Wasserkur“ stand und bedauerte, dass er in den nachfolgenden Auflagen verschwiegen wurde.
„Gesund und möglichst lange zu leben und fit zu bleiben, so Abt Schaber sei zu kurz gedacht. Pfingsten könne da eine völlig neue Sichtweise auf das Leben eröffnen.
Die Jubiläums-Festwoche verleiht dem Priesterarzt viel Aufmerksamkeit
Mehr als 100 Gläubige hatten sich mit Bürgermeister Stefan Welzel und Kurdirektorin Petra Nocker an Pfingsten dem Geburtstag der Kirche zur Eucharistiefeier eingefunden. Mit den Mitgliedern der historischen Gruppe des Stamm-Kneipp-Vereins gedachten sie im Gebet und bei festlicher Musik, der Missa in A-Dur von Leopold Mozart des naturheilkundigen Pfarrers, der am 17. Mai vor 200 Jahren in Stephansried das Licht der Welt erblickte und in der Basilika Ottobeuren getauft wurde und seine Primiz feierte.
Kurdirektorin Petra Nocker beschwor in ihrem Grußwort das gute Zusammenwirken der Kneipp‘schen Wirkungsorte Bad Grönenbach, Ottobeuren und Bad Wörishofen. Sie zeigte sich zudem tief beeindruckt von der Jubiläums-Festwoche, „die uns die Pfarrei St. Justina beschert hat und wünschte sich, dass es immer soviel Aufmerksamkeit für den Priesterarzt gäbe“ wie bei der Feier seines 200. Geburtstages.
Herzliche Dankesworte sagte auch Pfarrer Andreas Hartmann allen, die mithalfen, die Festgottesdienste in der Kneipp-Woche zu gestalten und auch denen, die sie zu Hause am Bildschirm oder in der Kirche mitfeierten.
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