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Bad Wörishofen
18.11.2020

Nächstes Millionen-Projekt in Bad Wörishofen: Was auf dem Kreuzer-Areal entstehen soll

Das Kreuzer.Areal an der Fußgängerzone von Bad Wörishofen soll neu bebaut werden. Nicht betroffen von den Plänen ist das gelbe Gebäude im Hintergrund.
Foto: Markus Heinrich

Das Gelände direkt an der Fußgängerzone von Bad Wörishofen soll neu bebaut werden, von einem neuen Eigentümer. Was dort entstehen soll, wurde nun erstmals gezeigt.

Grundstücke wie das Kreuzer-Areal gibt es in Bad Wörishofen nicht sehr viele: groß, unmittelbar an der Fußgängerzone gelegen, dazu ein kleiner Park in der Mitte. Seit Jahren wird schon diskutiert, was dort entstehen kann und darf, nachdem die Kreuzer-Erben das traditionsreiche Hotel schließen mussten. Das Hotel selbst ist längst verkauft. Am heutigen Mittwoch wurde bekannt, was mit dem Rest des weitläufigen Geländes entstehen soll – und wer der neue Eigentümer ist.

Wie wichtig allen Beteiligten das Gelingen des Projekts ist, zeigt die Tatsache, das eigens ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben wurde. Sechs Entwürfe lagen der Jury vor, drei schafften es in die Endrunde, nun steht der Sieger fest. Die Architekten und Stadtplaner von Beer Bembé Dellinger aus Greifenberg am Ammersee haben die Juroren um Johannes Kappler überzeugt. Kappler ist Professor an der Hochschule München.

Die geplante Bausumme reicht an das derzeit größte Bauprojekt Bad Wörishofens heran

Eingeleitet hat den Wettbewerb das Unternehmen Binova Immobilien vom Bodensee. Man sei der neue Eigentümer des Kreuzer-Areals, sagte Geschäftsführer Willi Schmeh unserer Redaktion. Das Gelände sei notariell gesichert. Schmeh will dort nach eigenen Angaben 33 bis 38 Millionen Euro in ein ausladendes Gebäude investieren, das vor allem Jüngere ansprechen soll. Die Bausumme erreicht damit fast das Volumen des derzeit größten Vorhabens der Stadt, den Löwenbräu-Arkaden von Investor Dieter Glass. Noch läuft dort die Planungsphase.

Binova will auf dem Kreuzer-Areal Tiefgarage, Erdgeschoß mit Arkaden und Geschäften, etwa einem Sportshop und einem Café, drei Obergeschoße und ein Dachgeschoß errichten, so sieht es der Siegerentwurf vor. "Jung, frisch, Holzbau", so fasst Schmeh den Plan zusammen.

Der Architektenwettbewerb fürs Kreuzer-Areal in Bad Wörishofen entschieden. Das Gebäude, das entstehen soll, ist im Modell in Holzbauweise zu sehen. Das große Gebäude rechts im Bild ist das Kurhaus von Bad Wörishofen.
Foto: Markus Heinrich

Rund 70 Wohnungen sollen direkt an der Fußgängerzone entstehen, auch Büros für „Co-Working“ soll es geben, wenn ein Bauantrag einmal genehmigt ist. Soweit ist es noch nicht. Bad Wörishofens Bürgermeister Stefan Welzel (CSU) bezeichnete die bisherige Herangehensweise mit einem Architektenwettbewerb aber als „außerordentlich toll“ und der Bedeutung des Geländes für die Stadt angemessen. Auch der Jury-Vorsitzende Kappler war voll des Lobes. „Eine hervorragende Lösung für diesen Ort, wir waren begeistert“, sagte er.

Preisträger Sebastian Dellinger sagte, man wolle das Gebäude weitgehend in Holzbauweise errichten und eine verbindende Gasse von der Fußgängerzone zur Fidel-Kreuzer-Straße schaffen. Der Park wird erhalten. „Ein Gebäude mit drei unterschiedlichen Anzügen“ nannte Dellinger die Herangehensweise.

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