Es stinkt beißend, die Einrichtungsgegenstände sind verqualmt und verdreckt – das Feuer in der Nacht zum Dienstag hat in der Gaststätte „Neubrand‘s Stüble“ am Bahnhofsplatz in Bad Wörishofen deutliche Spuren hinterlassen. Wie berichtet, war in einem Holzverschlag der Brand ausgebrochen, der sich schnell ausgebreitet und insbesondere auf die Küche übergegriffen hatte. Dadurch entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 80 000 Euro.
An einen normalen Betrieb ist nach dem Brand im Neubrand's Stüble nicht zu denken
Menschen kamen nicht zu Schaden. Dennoch sei an einen normalen Betrieb in der Gaststätte in den kommenden Wochen nicht zu denken, sagte eine Mitarbeiterin gestern. Schnell machten sich in Bad Wörishofen Gerüchte breit, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handeln könnte – immerhin hat es in den vergangenen Monaten schon drei Mal in Folge im „Neubrand's Stüble“ mitten in der Innenstadt gebrannt.
Ein Gutachter geht von Brandstiftung aus
Und tatsächlich: Die Ermittler der Kriminalpolizei haben diesbezüglich erste Erkenntnisse gewonnen. Ein Gutachter hat die Brandstelle in Augenschein genommen und wurde dabei offenbar fündig: Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen scheint eine vorsätzliche Brandstiftung sehr wahrscheinlich, so die Polizei. Diesbezüglich bittet die Polizei um Hinweise. Wer hat am Abend des Sonntags und insbesondere bei und nach Einbruch der Nacht verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
Hinweise an die Kriminalpolizei Memmingen unter der Telefonnummer 08331/1000.