Bedernau/Unterallgäu Für den Zukunftskongress der bayerischen „Grünen“ ließ sich deren Landesvorsitzende Theresa Schopper einen Tag lang im Unterallgäu inspirieren. So schaute sie in Begleitung von Grünen-Kreisrätin Doris Kienle und des Memminger Grünen-Vorsitzenden Wolfgang Weiß im Mindelheimer Jobcenter, bei der Firma „Ökohaus“ in Eppishausen und im „Mehrgenerationenhaus“ in Memmingen vorbei. Hier suchte und fand sie beispielhaftes Potenzial für Lösungen und Anregungen zu den Politik-Komplexen Chancengleichheit und Gerechtigkeit. Die Rundreise führte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag schließlich auch zur Naturtherme in Bedernau. Begrüßt und launig informiert von Bürgermeister Alfons Biber gab es hier für die geborene Füssenerin Aha-Effekte. Dass sie in der ländlichen Abgeschiedenheit so eine nachhaltige und entwicklungsfähige Einrichtung finden würde, hatte sie sich nicht vorgestellt.
Das 600-Seelen-Dorf Bedernau sei für sie ein überzeugendes Beispiel für die strukturelle Aufwertung des ländlichen Raumes. Sie empfinde diese Naturtherme auch als einen Anreiz für die älteren und jungen Menschen, hier eine Zukunft zu sehen und zu suchen. Da das Geschaffene ausbaufähig sei, könne sich die Region zum Beispiel durchaus den Chancen des sanften Tourismus zuwenden, meinte Theresa Schopper. Beeindruckt zeigte sie sich davon, wie ideal man bei der Naturtherme die Elemente Unternehmungsgeist, Bürgerbeteiligung, ehrenamtliche Mitwirkung, Frauenarbeitsplätze, Gesundheit und Lebensqualität unter Nutzung heimatlicher Ressourcen zusammengeführt habe.
Nach einem Fußweg zur Lourdesgrotte und zu einer Waldhütte wirkte das Wassertretbecken bei der Naturtherme wie ein Jungbrunnen. Umgeben von den stattlichen fünf Kneipp’schen Säulen watete die Delegation im Storchengang durch das Becken und ließ sich vom frischem Bedernauer Quellwasser animieren. (hlz)