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Konzert

30.12.2019

Diese „Schlittenfahrt“ war viel zu schnell zu Ende

Mit Werken von Bach, Mozart, Beethoven und Brahms begeisterten bei ihrem Konzert im Sebastianeum. Auf dem Foto (hinten von links) Inge Mauch, Harald Rotter und Rosalinde Boos, vorne Yvonne und Jenny Wiedemann.
Bild: Maria Schmid

Tenor Harald Rotter, Inge Mauch (Klavier), Rosalinde Boos (Klavier) sowie Jenny und Yvonne Wiedemann (Harfe) begeisterten im Sebastianeum mit Werken von Bach, Mozart, Beethoven und Brahms

Weihnachtszeit ist die Zeit der Erwartung und der Erfüllung vieler Wünsche. Es ist auch die Zeit mit den meisten besinnlichen und musikalischen Ereignissen. Für Pianistin Inge Mauch aus Ettringen und Tenor Harald Rotter aus Bad Wörishofen war der zweite Feiertag ein idealer Zeitpunkt um mit Instrumentaleinlagen und Gesang die Gäste im Eustachius-Kugler-Saal im Sebastianeum zu erfreuen.

Weihnachtliche Stimmung erzeugten die Lieder und die klassischen Werke an Klavier und Harfen. Sie sorgten für einen besonderen Abend, der von Harald Rotter mit dem Motto „Melodien zur Weihnachtszeit“ angekündigt wurde. Er sang gleich zu Beginn das „Adeste fideles - Nun freut euch, Ihr Christen!“ Die Besucher bekamen jedoch auch Lieder wie „Maria sitzt am Rosenhag“, „Selig sind, die Verfolgung leiden“ aus „Der Evangelimann“ zu hören.

Udo Jürgens schrieb das Lied „Ich glaube“, in dem er Themen anspricht, die aktueller denn je sind. Darin heißt es: „Die Welt müsste groß genug, weit genug, reich genug für uns alle sein.“ Die weit ausladenden Gesten von Harald Rotter beim Singen deuteten diese Weite und Größe an.

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Am Klavier wurde er von Inge Mauch souverän begleitet. Die Pianistin hatte Rosalinde Boos von der Städtischen Sing- und Musikschule München an ihrer Seite. Sie spielten vierhändig „Das Weihnachtsglöckchen“ von Richard Krentzlin (1864-1956), in dem zwei Glöckchen-Weihnachtslieder versteckt sind. Am Klavier ließ Inge Mauch nicht nur das „Albumblatt für Elise“ von Ludwig van Beethoven hören. Sie spielte auch den „Walzer in As-Dur Op. 39 Nr. 15“ von Johannes Brahms und, was auch ohne Schnee bestens gefiel - die „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg.

Diese „Schlittenfahrt“ hätte länger dauern können, so empfanden es jedenfalls die Gäste und spendeten begeisterten Applaus. Der koreanische Pianist Yiruma komponierte eine kleine, sehr feine und „Romantische Melodie“, die verzauberte. Für Momente der ruhigen und leisen Töne sorgten Jenny (16 Jahre) und Yvonne (12 Jahre) Wiedemann aus Schnerzhofen.

Sie spielten gemeinsam unter anderem „The first Noel“, das aus Frankreich stammende Weihnachtslied. Außerdem begleiteten sie und Inge Mauch die Gäste im Saal beim Singen bekannter Weihnachtslieder, was alle sehr gerne machten, passte es doch ausgezeichnet zum Feiertag.

Und natürlich bekam Rosa Rotter als Moderatorin für ihre Ausführungen zu den einzelnen Stücken den wohl verdienten Applaus. Der Hausgeistliche Pater Friedhelm Jansohn bedankte sich für das Engagement der Musizierenden und Schwester Irmgard Poeplau bat die Konzertbesucher, etwas für das neue Pfarrheim St. Justina zu spenden.

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