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Konzert

26.10.2019

Ein Hoch auf die leichte Muse

Harald Rotter und Inge Mauch sind ein eingespieltes Team. So meisterten sie beim Benefizkonzert auch plötzlich auftretende Schwierigkeiten.
Bild: Schaa-Schilbach

Tenor Harald Rotter und Pianistin Inge Mauch legen sich für den neuen Pfarrsaal von St. Justina ins Zeug

Der Tenor Harald Rotter aus Bad Wörishofen und die Pianistin Inge Mauch aus Ettringen sind ein eingespieltes Team. Im Sebastianeum unterhielten sie ihr Publikum mit bekannten und beliebten Melodien der leichten Muse. Das Ganze diente einem Zweck: Am Ende kamen 350 Euro für den Bau des neuen Pfarrsaals von St. Justina zusammen, welcher derzeit entsteht.

Bekannte Arien aus Oper und Operette mischten sich mit weniger bekannten Stücken, wie zum Beispiel der elegischen Erinnerung in „Torna a Surriento“ von E. De Curtis. Überhaupt waren die italienischen Lieder, vorgetragen meist im Original, ein Schwerpunkt. Beim Medley mit den „Capri-Fischern“ und „O Sole Mio“ sang der Saal mit. Und bei der zu Herzen gehenden Klage des einsamen Soldaten am Wolgastrand haben viele den Refrain gesummt.

Inge Mauch arbeitete über viele Jahre als Musiklehrerin in Ettringen. Daher ihre Begabung, die Zuhörer zum Mitsingen zu verführen. In vier Solostücken für Klavier bewies sie außerdem ihr Talent als Pianistin. So spielte sie die „Ballade pour Adeline“ mit viel Zartheit. Bei „La Danza“, einer neapolitanischen Tarantella, und beim furiosen „Radetzky-Marsch“ konnte sie dann ihrem musikalischen Temperament freien Lauf lassen.

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Auch Harald Rotter sieht sich als Laie, der im Ruhestand endlich seinen Sänger-Traum verwirklichen kann. Das tat er mit viel Herz und Gefühl, vor allem in den ruhigeren, lyrischen Passagen. Aber auch Schwieriges, wie die berühmte Arie „Nessun dorma“, aus der Oper „Turandot“ von Puccini, meisterte er mit Bravour.

Und auch ganz Banales mussten beide Interpreten meistern. Am Vortag hatte es technische Probleme mit dem Klavier gegeben. Am Abend selbst während seines Vortrags hatte Harald Rotter mit Nasenbluten zu kämpfen und musste sich zeitweise zurückziehen. Dass die beiden Künstler trotzdem ihr volles Programm mit 19 Stücken und Liedern vollständig durchgezogen haben, wenn auch in anderer Reihenfolge als vorgesehen, verdient höchsten Respekt. (scaa)

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