Bürgermeister Paul Gruschka hält an der Sperrung der Eishalle von Bad Wörishofen aus Sicherheitsgründen fest. Einen Zeitrahmen nennt er aber nicht. In einer Information an Betroffene hatte die Stadt zuvor noch von möglicherweise drei Wochen gesprochen. Vereinsvertreter und einige Mitglieder des Stadtrats laufen seither Sturm gegen diese Entscheidung. „Die Existenz der nutzenden Vereine ist ohne die Hallennutzung binnen kürzester Zeit gefährdet“, heißt es in einem Eilantrag an den Stadtrat. Unterzeichnet haben ihn die Vereinsvorsitzenden Egbert Gai (Eiskunstlaufverein), Josef Schweinberger (ESV), Sportreferent Jürgen Thiemann (SPD) und Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel (CSU). Sie beantragen, dass die Stadt bis zur Klärung der Dachproblematik das Hallendach komplett öffnet. Auf diese Weise könnte zumindest tagsüber ein Betrieb stattfinden. Sicherungsmaßnahmen unter den Dachelementen und der Zugang von Süden seien dazu nötig. „Diese Notmaßnahme könnte die Problemlage zumindest etwas abmildern“, finden die Unterzeichner. Auch die Fraktionen von CSU, SPD und Grünen machen Druck. In einem gemeinsamen Brief fordern sie den Bürgermeister auf, das Schreiben des Sachverständigen zum Zustand des Hallendaches offenzulegen. Auch sie berufen sich auf die angebliche schriftliche Bestätigung des Statikers, wonach das Eisstadion „derzeit bedenkenlos genutzt werden könnte“, weil noch kein Schnee liegt. Sollte das zutreffen, verlangen sie die sofortige Öffnung der Halle. Zudem wollen die Stadträte wissen, welche Kosten für die neuerlichen Gutachten entstehen. Die Forderung einiger Stadträte, die Sperrung der Eishalle umgehend aufzuheben, verbiete sich seiner Meinung nach, teilt dagegen der Bürgermeister mit. „Als Familienvater und jahrelanger Vereinsvorstand würde ich bei dieser Sachlage und in Kenntnis der vorgelegten Fotos weder meine Kinder, noch Vereinsmitglieder oder Dritte die Eissporthalle betreten lassen“, verdeutlicht er.
Eishalle Bad Wörishofen