Für Franz Jeckle und Franz Anton geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: Nach längerer Suche haben die beiden Geschäftsführer der Ettringer H.I.T. Maschinenbau GmbH + Co. KG ein passendes Grundstück gefunden, auf dem sie den dringend benötigten Neubau von modernen Produktionshallen verwirklichen können.
Der neue Standort in Bad Wörishofen trägt auch einer zukünftigen Erweiterung Rechnung, teilt das Unternehmen auf Anfrage der Mindelheimer Zeitung mit. Seit Jahren befinde sich das Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus für die Holzbranche auf Wachstumskurs und die bisherigen Hallen im Ettringer Gewerbegebiet in der Kapellenstraße erfüllen seit geraumer Zeit nicht mehr die gestiegenen Anforderungen. Deshalb möchte das Unternehmen nun in einen Neubau mit moderner Fertigungstechnik und optimierten Fertigungsabläufen investieren.
Maschinen und Anlagen für komplett neue Werke, bislang aus Ettringen, bald aus Bad Wörishofen
H.I.T. baut Maschinen und Anlagen für komplett neue Werke, oder die Modernisierung und Optimierung von bestehenden Anlagen und zählt inzwischen in ganz Europa zu den führenden Anbietern in dieser Branche. Die Auftragslage ist positiv angespannt, will heißen man kämpft, trotz kontinuierlicher Kapazitätssteigerung, mit zunehmend langen Lieferzeiten. Dementsprechend stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich.
Für die 1988 gegründete Firma waren die Räumlichkeiten in Ettringen eine gute und schnelle Lösung. Neben der UPM-Werke waren die Produktionshallen ideal, um Lösungen für Säge- und Leimholzwerke, den Fertighausbau und die Fertigung von Massivholzplattenelementen für die Bauindustrie zu entwickeln und zu bauen. Mit nur acht Mitarbeitern wurde der Betrieb aufgenommen. Durch das gute Verhältnis zu ihren Vermietern konnte man im Laufe der Jahre immer weitere Teile der Hallen hinzupachten – irgendwann war jedoch klar, dass es dem boomenden Unternehmen an diesem Standort zu klein werden wird. Man begann mit der Suche nach Möglichkeiten, die Produktionshallen entsprechend den gestiegenen Anforderungen modernisieren und auch vergrößern zu können.
Wichtig war den Chefs, dass das Unternehmen im Landkreis Unterallgäu bleibt
Doch ein geeignetes Gelände war in der näheren Umgebung nicht zu finden. Mindestens 20.000, besser 25.000 Quadratmeter sollten es schon sein, um die Weichen langfristig auf Erfolg und die Investition in einen Neubau auch auf solide Beine stellen zu können.
Die H.I.T.-Geschäftsführung schaute sich deshalb auch in der Nachbarschaft um, denn im Landkreis Unterallgäu wollte man, nicht zuletzt wegen dem bewährten Mitarbeiterstamm, bleiben.
Ein gutes Telefonat mit dem Vorstand vom „Interkommunalen Gewerbepark A96 Bad Wörishofen/Allgäu“ sorgte dann für den entscheidenden Impuls – dort habe man den Bedarf und den Wert des Unternehmens sofort erkannt und H.I.T. zu einem Präsentationsgespräch eingeladen.
So sieht der Zeitplan für den Neubau von H.I.T in Bad Wörishofen aus
Jetzt konnte es schnell gehen: Die Baupläne wurden im Bad Wörishofer Stadtrat vorgelegt und ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Und doch dauerte es aber noch gut zwei Jahre, bis jetzt der Zweckverband den Zuschlag gab und nochmal einige Monate, bis endlich alles in trockenen Tüchern und die Tinte unter allen Verträgen getrocknet war.
Wenn alles klappt, könnte noch vor Jahresbeginn mit den Bauarbeiten begonnen werden, das neue H.I.T.-Werk könnte dann vielleicht schon im Jahr 2023 an den Start gehen. Vom neuen Standort sind die Geschäftsführer Franz Jeckle und Franz Anton begeistert: Die Nähe zur Autobahn vereinfacht die Erreichbarkeit und die optimierten Produktionsabläufe werden es dem Unternehmen ermöglichen, seine Marktposition zu festigen bzw. auszubauen, denn der neue Standort bietet auch Erweiterungsmöglichkeiten.
Natürlich werde das auch bedeuten, dass H.I.T. auch am neuen Standort künftig neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellt. Schon jetzt setzt das Unternehmen auf die Ausbildung von eigenem qualifiziertem Nachwuchs.