Keine guten Perspektiven gibt es derzeit anscheinend bei Kneippstädter Traditionscafés. Nach dem Ende des Café Fischer und dem augenblicklichen Stillstand beim Café Matzberger gibt es nun schlechte Nachrichten vom Stadtcafé der Familie Moschner.
Um die Gerüchteküche nicht zusätzlich anzuheizen, wendet sich Inhaber Stephen Moschner mit der Nachricht an die Mindelheimer Zeitung, dass der beliebte Treffpunkt im Zentrum der Stadt sich seit 30. September in der vorläufigen Insolvenz befindet und definitiv zum 30. November schließen wird.
Hoffnung auf eine kurzfristige Übernahme des Betriebes in Bad Wörishofen
Bis dahin soll der Betrieb noch normal weiterlaufen und Moschner hofft, dass es danach vielleicht doch einen Nachfolger geben könnte. Als Begründung nannte er, dass sich das Geschäft trotz guten Besuches insgesamt einfach nicht mehr rechnen würde. Um größeren Schaden abzuwenden habe er sich zu diesem nicht einfachen Schritt gezwungen gesehen.
Letztendlich gebe es noch mehrere Gründe, so zum Beispiel, dass die Betriebskosten und auch die Belastung für ihn selbst langfristig zu hoch geworden seien. Die Pacht und die Miete des Hausbesitzers hätten dagegen keine entscheidende Rolle gespielt, so Moschner.
Wie geht es für die Beschäftigten weiter?
Nun gehe es nicht zuletzt auch darum, dass für das Personal Lösungen gefunden würden. Bei einer kurzfristigen Übernahme könnte dies darauf hoffen, dass es weiterbeschäftigt würde, aber auch sonst müsste es bei der derzeitigen Marktlage anderweitig unterkommen, meinte er. Wichtig ist Moschner, sich bei den treuen Kunden und Lieferanten für die Zusammenarbeit in all den Jahren zu bedanken. Vorhandene Gutscheine könnten bis Ende November jederzeit noch eingelöst werden.