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Gesundheit: Für den Notfall bestens ausgerüstet

Gesundheit

Für den Notfall bestens ausgerüstet

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    Roland Barisch (hinten, 5. v. li.) von „Allgäu Med“ in Memmingen demonstrierte in Oberrieden die einfache Handhabung des Defibrillators. Die vielen Sponsoren, die die Anschaffung ermöglicht haben nahmen mit Begeisterung an der Schulung teil, darunter auch Bürgermeister Georg Leinsle (hinten, 3. v. li.).
    Roland Barisch (hinten, 5. v. li.) von „Allgäu Med“ in Memmingen demonstrierte in Oberrieden die einfache Handhabung des Defibrillators. Die vielen Sponsoren, die die Anschaffung ermöglicht haben nahmen mit Begeisterung an der Schulung teil, darunter auch Bürgermeister Georg Leinsle (hinten, 3. v. li.). Foto: Foto: müsa

    Oberrieden In Deutschland sterben pro Jahr rund 130 000 Menschen an plötzlichem Herzversagen, das normalerweise mit einem Kammerflimmern des Herzens einhergeht. Als „kleine Lebensretter“ werden die automatischen elektrischen Defibrillatoren bezeichnet, die durch Elektroschock den normalen Herzrhythmus wieder in Gang bringen können. Damit künftig ein solcher „Ersthelfer“ in Oberrieden seinen Platz findet, schlossen sich einige Firmen, Privatpersonen und die Gemeinde zusammen und sponserten ein solches Gerät.

    Um den richtigen Umgang im Notfall zu beherrschen, organisierte die Freiwillige Feuerwehr Oberrieden eine Schulung für alle Sponsoren. Rettungssanitäter Roland Barisch aus Memmingen demonstrierte dabei die einfache Handhabung. „Ich möchte allen die Angst vor den mobilen Defibrillatoren nehmen und zeigen, wie leicht dieses Gerät bedient werden kann“, erklärte er. Durch die Erläuterung der einzelnen Schritte per Computerstimme könne dieses Gerät auch von Laien bedient und eine Fehlbedienung dadurch nahezu ausgeschlossen werden.

    Das zeigte auch die praxisnahe Schulung am lebenden Menschen. Dazu stellte sich der stellvertretende Kommandant Christian Walter als Versuchsobjekt zur Verfügung. „Wenn kein Kammerflimmern vorliegen sollte, wird auch kein Elektroschock ausgelöst“, erklärte Barisch und demonstrierte es.

    Da der Rettungsdienst einige Zeit bis nach Oberrieden brauche, lohne sich ein solches Gerät auf jeden Fall, so Barisch und Kreisbrandmeister Anton Schmid. „Das Gerät ist einfach idiotensicher“, war am Ende das Fazit der Schulung.

    Der Lebensretter hängt im Vorraum der Raiffeisenbank

    In Oberrieden ist der Defibrillator im Vorraum der Raiffeisenbank angebracht und immer griffbereit.

    „Das Ziel der Schulung ist es, den Ersthelfern die Angst vor einer Fehlbedienung des Gerätes zu nehmen und dadurch Leben zu retten“, betonte Kreisbrandmeister Anton Schmid. Eine weitere Schulung für die Allgemeinheit ist für Januar 2012 geplant. (müsa)

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