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Veranstaltung

05.11.2019

Im Wein(fest) liegt die Wahrheit

Dem Liederkranz seit vielen Jahren treu: Chorleiter Thomas Müller bedankt sich bei Beate Lang (40 Jahre) und Hartmut Schmidt (60 Jahre).
Bild: Maria Schmid

Der Liederkranz Ettringen stößt gemeinsam mit befreundeten Chören auf langjährige und verdiente Sänger an. Bei Hartmut Schmid und seiner Tochter Beate Lang ist Singen eine Familiensache

Singen hält jung. Singen macht froh. Singen sorgt für eine supergute Stimmung. Der „Liederkranz Ettringen“ kann wahrlich „ein Lied davon singen“: Das bewiesen nicht nur seine Sängerinnen und Sänger unter der bewährten und jahrzehntelangen Leitung von Thomas Müller.

Das bewiesen auch die eingeladenen Gastchöre, der Männerchor Dirlewang mit Chorleiter Richard Hoffmann und die Singgemeinschaft Lamerdingen unter der Leitung von Katharina Schwaller. Alle drei Chöre sorgten in der herbstlich buntgeschmückten Turnhalle der Albert-Schweitzer-Volksschule Ettringen für ein stimmungsvolles Weinfest bei Kerzenschein, mit edlen Tropfen und einer zünftigen Brotzeit.

Und was das Jungbleiben durch Singen betrifft, so konnte Richard Hoffmann als Vorsitzender der Gruppe Frundsberg im Sängerkreis Unterallgäu und als Stellvertreter von Herbert Rabus, dem Vorsitzenden des Sängerkreises Unterallgäu, Urkunden und Ehrennadeln vom Chorverband Bayern überreichen. Und das für insgesamt 100 Jahre Chorgesang.

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100 Jahre? Das stand in diesem Fall für aktives Singen von Hartmut Schmidt mit insgesamt 60 Jahren und seiner Tochter Beate Lang für 40 Jahre. Christiane „Christa“ Stiegeler, die Vorsitzende vom Liederkranz Ettringen stellte lachend fest: „Hartmut, da war ich noch nicht auf der Welt, da hast Du schon gesungen.“

Und Beate sei außerdem ihre Schwägerin und der Dirigent Bernd Schmidt der Blaskapelle Ettringen sei der Sohn von Hartmut Schmidt - eine sehr musikalische Familie. Schließlich kam die Blaskapelle nach dem Konzert der drei Chöre noch voll zum Einsatz. Sie spielten zum Weinfest fröhlich auf.

Fröhlich ging es auch beim Männerchor Dirlewang zu. Sie forderten die „Brüder“ auf „lasst uns lustig sein“ und stellten die „Weinkönigin“ vor, erinnerten an Freddy Quinn und seine Lieder „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ und „Unter fremden Sternen“. Zum Glück waren den Gästen die Gegebenheiten beim Weinfest in Ettringen nicht fremd. Die Sänger vom Männerchor Dirlewang ließen die Kinder-Zeichentrick-Figuren „Pippi Langstrumpf“, „Wicki“, „Captain Future“ und die „Biene Maja“ lebendig werden, mit Perücke, Wikinger-Helmen, Flügeln und Fühlern.

Die Gäste im Saal spendeten sofort nach jedem Lied spontan und heftig Applaus für diese besondere Einlage. Richard Hoffmanns Idee zu diesem Medley kam voll an. Ganz still wurde es, als Maria Hoffmann mit sanfter, aber klarer Stimme im Duett mit Tenor Helmut Gaspar sang: „Fang das Licht“, einem der Erfolgslieder von Karel Gott. „Wow“, „Bravo“ und heftiger Beifall belohnten Sängerin und Sänger vom Männerchor Dirlewang.

Die „Singgemeinschaft Lamerdingen“, Leitung Katharina Schwaller, begann ihren Liederzyklus mit der „Eurovisionsmusik“ (Das Prelude des ‚Te Deum’ in D-Dur H. 146 von Marc-Antoine Charpenter, das 1954 als Erkennungsmelodie der Eurovision ausgewählt wurde). Der Chor beendete den zweiten Block seines Auftritts mit dieser beschwingten Melodie. Sie gingen singend von der Bühne. Außerdem hörten die Gäste Lieder wie „Kimmt scho heimli die Nacht“ und das aus Südafrika stammende rhythmische „Siyahamba“.

Ja, wie sang der „Liederkranz Ettringen“ doch so treffend? „Heut’ kommen d’Engerl auf Urlaub nach Wien“. Meinten sie da nicht doch ihren Heimatort Ettringen? Schließlich waren sie und ihre Gäste diesen Abend lang „Im Weinparadies“.

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