Ettringen Eine besondere Ehrung gab es am Wochenende bei den Ettringer Rechberg-Rothenlöwen Schützen: Herbert Ledermann ist seit 50 Jahren Mitglied. Und Andreas Bertele, Martina Kögel und Stefan Fendt freuten sich bei der Jahresversammlung über die Goldene Ehrennadel.
Nachdem der Vorstand erst im Vorjahr neu gewählt worden war und wichtige Probleme nicht zur Entscheidung anstanden, hatten es allerdings einige Mitglieder vorgezogen, am Sonntagabend zu Hause zu bleiben – darunter auch die neuen Schützenkönige. Schützenmeister Georg Frank bedauerte in seiner Begrüßung die etwas lichten Reihen.
Schriftführerin Martina Kögel blickte dann auf das Jahr zurück. Die dichte Folge an Veranstaltungen verriet, dass es dem Verein nicht an rührigen, begeisterten Mitgliedern über Altersgrenzen hinweg fehlt. Hier verdient nicht nur die erfolgreiche Teilnahme der Ettringer Schützen in der Bezirks- und Gauoberliga der Erwähnung, sondern auch der interne Wettbewerb mit Unterhaltungswert, wie etwa das Fastenschießen, bei dem es neben der Treffsicherheit auch auf das Purzeln von Pfunden ankommt. Auch das Osterei-, Zimmerstutzen-, Klausen- und Weihnachtsschießen gehören zum jährlichen Turnus. Buchstäblich ins Wasser fiel dagegen im vergangenen Jahr der inzwischen beliebte Biathlon im Sommer.
Zu den sportlichen Höhepunkten des Jahres zählte Jan Sobczyks Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Überhaupt ist man stolz auf die 21 Jugendlichen des insgesamt 142 Mitglieder starken Vereins – darunter 30 Frauen.
Das neue Vereinsheim nimmt schon Gestalt an
Thema der Jahresversammlung war außerdem das neue Vereinsdomizil, das zusammen mit dem Turnhallenneubau der Ettringer Schule langsam Gestalt annimmt. Gemeinsam mit Bürgermeister Robert Sturm war Architekt Herwig Wagner gekommen, um über den aktuellen Planungsstand und Baufortschritt zu informieren.
Sturm erklärte, dass die Gemeinde die gesamten Kosten des Rohbaus übernehmen werde. Der Verein habe somit freie Hand beim Innenausbau, diese Kosten müssen die Schützen selbst tragen. Durch Eigenleistung könne man so manches sparen. (stn)