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Judenverfolgung
22.02.2014

Stolpersteine sollen die Erinnerung wachhalten

Überall in Deutschland erinnern Stolpersteine an jüdische Mitbürger, die von den Nazis ermordet wurden.
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Überall in Deutschland erinnern Stolpersteine an jüdische Mitbürger, die von den Nazis ermordet wurden.
Foto: Johannes Eisele

Bad Wörishofen soll dem Beispiels Mindelheims folgen. Ein großer Teil der Familie Glasberg starb im KZ

Bad Wörishofen Karl Schuster war neun oder zehn Jahre alt, als es begann. Emma Glasberg kam in dieser Zeit nachts heimlich zu Schusters Eltern zum „hamstern“, wie Schuster es nennt. Glasberg tauschte Textilreste gegen Nahrung. „Sie sah sehr verhärmt aus und weinte dauernd“, heißt es in Schusters Erinnerungen. Es sind schlimme Erinnerungen, denn sie handeln von der Jugendverfolgung in Bad Wörishofen. Für den Großteil der Familie Glasberg endete diese Schreckenszeit mit dem Tod in Konzentrationslagern der Nazis. Karl Schuster hat das Andenken an diese ehrbare Kaufmannsfamilie bewahrt. Schuster starb im Jahr 2008. Seine Erinnerungen sind in der Chronik Bad Wörishofen nachzulesen, unter der Überschrift „In den dunklen Jahren der Gewaltherrschaft“. An diese dunklen Jahren sollen sich die Wörishofer nun wieder erinnern. Die Grünen haben beantragt, dass die Kneippstadt ebenfalls mit sogenannten Stolpersteinen an das Schicksal der Glasbergs erinnert. Den Ausschlag habe die einmütige Entscheidung in Mindelheim für die Stolpersteine gegeben, sagt Michael Scharpf, der Fraktionssprecher der Grünen in Bad Wörishofen. Die Mindelheimer wollen auf dem Marienplatz im Herzen der Altstadt drei Stolpersteine einlassen, in unmittelbarer Nähe zum letzten freiwilligen Wohnort der Familie Liebschütz. Zwei der Steine sollen an Fanni und Jakob Liebschütz erinnern. Sie starben im Konzentrationslager. Der dritte Stein wird auf die namenlosen Opfer des Nationalsozialismus aufmerksam machen. An die Familie Liebschütz erinnert seit 1994 eine Gedenktafel, angestoßen von der damaligen SPD-Ortsvorsitzenden Ingrid Friedrich.

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