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Seniorenstift: Mit neuer Technik punkten

Seniorenstift

Mit neuer Technik punkten

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    Vertreter aus dem Landkreis und der Stadt Bad Wörishofen lassen sich von Holger A. Siegmund (re.) das neue Blockheizkraftwerk im Keller des Kreisaltenheimes erklären.
    Vertreter aus dem Landkreis und der Stadt Bad Wörishofen lassen sich von Holger A. Siegmund (re.) das neue Blockheizkraftwerk im Keller des Kreisaltenheimes erklären. Foto: Foto: Barbara Knoll

    Bad Wörishofen Im Seniorenstift „Am Anger“ ist am Dienstag offiziell ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb gegangen. Damit sollen jährlich rund 177 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart und die Energiekosten gesenkt werden. Von diesem Beitrag zum Umweltschutz zeugt jetzt auch eine Plakette, die am Gebäude angebracht wurde.

    Das neue BHKW versorgt das Altenheim mit Wärme und Strom. Es funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), was als besonders effizient gilt. Bei einer KWK-Anlage bleibt die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme nicht ungenutzt, sondern wird zur Heizung und Warmwasserbereitung verwendet. Die neue Anlage wird mit Gas betrieben und hat eine elektrische Leistung von 30 Kilowatt sowie eine thermische Leistung von 62 Kilowatt.

    Das BHKW entstand im Rahmen eines sogenannten Energieliefer-Contractings zwischen den Stadtwerken Bad Wörishofen und dem Landkreis Unterallgäu. Wie Ara Gharakhanian, Gesamtleiter der Kreisaltenheime im Unterallgäu, erläuterte, haben die Stadtwerke die Errichtung der neuen Anlage finanziert. Im Gegenzug bekommen sie den Strom, der zu viel erzeugt wird. Angestoßen und gebaut hat das BHKW die MOVE-services GmbH aus Bad Aibling in Oberbayern.

    Landrat Hans-Joachim Weirather lobte die „fruchtbare Zusammenarbeit“ unisono mit Ara Gharakhanian und er hob den hohen Gesamtwirkungsgrad der neuen Technik hervor.

    Drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

    Helmut Vater, Leiter der Stadtwerke Bad Wörishofen, betonte, dass die Stadtwerke gerne in Vorleistung gegangen wären. Mit drei guten Argumenten könne man punkten: „Wir tun etwas Gutes für den Umweltschutz sowie für die Kasse unseres Kunden und alle haben ein gutes Gefühl dabei“, so Vater. Auf Anfrage von Bürgermeister Klaus Holetschek bestätigte Holger A. Siegmund, Geschäftsführer von MOVE-power, dass das neue Blockheizkraftwerk auch kompartibel bei einer möglichen Erweiterung des Kreisaltenheimes wäre.

    Das Seniorenstift am Anger wurde 1992 eröffnet und ist speziell für pflegebedürftige Bewohner konzipiert. Die 40 Einzel- und vier Doppelzimmer bieten derzeit Platz für 48 Menschen. (mz/ara)

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