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Bad Wörishofen

22.11.2019

Spielerisch die heimische Natur entdecken

Die Naturerlebnisroute in Bad Wörishofen ist eröffnet.
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Die Naturerlebnisroute in Bad Wörishofen ist eröffnet.

Bad Wörishofen stellt mit der 100.000 Euro teuren Naturerlebnisroute „Buntspecht & Co.“ die neueste Attraktion vor.

Wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich Großes bewegen. Ein Beispiel hierfür ist die neue interaktive Naturerlebnisroute „Buntspecht & Co.“, die nun eröffnet wurde. Sie schmiegt sich in zwei Schleifen mit einer Gesamtlänge von 3,65 Kilometern an den Sonnenbüchlsee. Damit das knapp 100.000 Euro teure Vorhaben ist nach drei Jahren Planungszeit fertig. Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen, der Bund Naturschutz, der Landesverband für Vogelschutz und der Verschönerungsverein Bad Wörishofen haben mitgeholfen. Dazu kommt der integrierte Infopavillon, an dem auch der Landschaftspflegeverband, der Fischereiverein Bad Wörishofen, der Obst- und Gartenbauverein der Kurstadt, der Landschaftspflegeverband, die Bürgerinitiative Bad Wörishofen-Kirchdorf, das Forstamt sowie der Stamm-Kneipp-Verein mitarbeiteten. Doch der Reihe nach.

Es war im Januar 2017, als die Idee einer stadtnahen Naturerlebnisroute das Licht der Welt erblickte. Mitstreiter für das vom Kurbetrieb getragene Konzept waren schnell gefunden. „Da gut Ding aber bekanntlich Weile haben will und öffentliche Projekte immer viel Verwaltungsarbeit erfordern, bedeutete die Umsetzung dennoch viel Arbeit, Kraft und Ausdauer“, erklärt Bürgermeister Paul Gruschka (FW). Gerade die Erfahrung von Stadtgärtnermeister Andreas Honner könne dabei für alle Beteiligten nur als Glücksfall bezeichnet werden. Gemeinsam mit Michael Scharpf vom Verschönerungsverein, der mit 13.000 Euro die größte Einzelspende beisteuerte, zeichnet Honner auch für die Routenführung verantwortlich.

Apropos Finanzierung: Nahezu die Hälfte der Kosten wurden über die Leader-Förderung der EU gestemmt. Den Rest steuerte die Stadt Bad Wörishofen, der Bund Naturschutz, private Unterstützer sowie der Verschönerungsverein bei. Entstanden ist auf diese Weise durch vereinte Kräfte ein außergewöhnliches Angebot für Jung und Alt, die heimische Natur (neu) zu entdecken.

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An sechs Vogelschaukästen, die in liebevoller Handarbeit durch Robert Mecklinger vom Landesbund für Vogelschutz gestaltet wurden, erfahren die Besucher Wissenswertes über die gefiederten Bewohner der verschiedenen Lebenshabitate. Mittels Ting-Stift, der gegen ein Pfand von 25 Euro in der Gästeinformation entliehen werden kann, erwachen die Exponate sogar akustisch zum Leben und zwitschern in bester Manier ihre Lieder. Zudem bieten neun Stationen die Möglichkeit, das Wissen auf besondere Weise aktiv zu vertiefen. Darunter auch der Infopavillon des Bund Naturschutz, an dem die Vereine und Verbände durch informative Schautafeln für Aha-Effekte sorgen. Auch das von Thomas von Wikullil geschaffene Maskottchen „Kneippsi“, ein frecher Buntspecht, ist an dieser Stationen zu finden und lädt zu kleinen Bewegungen ein.

Was es mit diesen auf sich hat, verriet bei der Einweihung Claudia Sachon: Aneinandergereiht ergeben die Übungen den eigens zur Musik von Klaus Hermannsdörfer kreierten Kneippsi-Tanz. Ihn zeigte die Jazztanz-Gruppe vor großem Publikum – rund 400 Interessierte, darunter die Kinder aller acht Kindergärten der Kneippstadt sowie des Kinderhortes, ließen sich die Eröffnung der Naturerlebnisroute nicht entgehen.

So stimmten die kleinen Besucher passend zum Thema das Lied der Vogelhochzeit an und hinterließen an der gleichnamigen Station selbst gebastelte Piepmätze.

Dem Wunsch Gruschkas wurde damit bereits am ersten Tag der neuen Attraktion Genüge getan: „Wir müssen die Natur entdecken, verstehen und zu schätzen wissen“, sagte er.

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