Im vergangenen Jahr sind so viele Land.- und Forstwirte in Bayern ums Leben gekommen wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Allein im Zuständigkeitsbereich der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für Niederbayern, Schwaben und die Oberpfalz starben 2011 exakt 39 Menschen.
Im Landkreis Unterallgäu waren zwei Tote zu beklagen. Die Jahre zuvor lagen die Opferzahlen zwischen 27 und 32.
Allein zwischen November und Dezember 2011 war es im Einzugsbereich der land- und forstwirschaftlichen Berufsgenossenschaft zu zehn tödlichen Unfällen gekommen. Besondere Gefahren lauern bei Waldarbeiten. Einige Beispiele:
Bei der Apfelernte stürzte ein 69-Jähriger von Hubgerüst.
Beim Verbrennen von Holzresten starb ein 78-jähriger Mann an einer Rauchvergiftung.
Beim Ausbringen von Gülle kippte ein Traktorgespann um und verletzte einen 20-Jährigen tödlich.
Ein 59-Jähriger starb, als er eine Buche fällte und von dieser erfasst wurde.
Ein 27 Jahre alter Landwirt starb, weil er durch Güllegase betäubt wurde und in die Grube fiel.
Ein 72-Jähriger wurde von einem Baum erschlagen.
Ein 52-jähriger Landwirt wurde bei Fällarbeiten auf dem Hof tödlich verletzt.
Ein 38-Jähriger wurde beim Fällen eines Baumes vom abgeschlagenen Wipfel getroffen und starb an den Verletzungen.
Die Berufsgenossenschaft appelliert an die Landwirte, Schutzkleidung zu tragen. Lesen Sie mehr zum Thema in der heutigen Ausgabe der Mindelheimer Zeitung. (jsto)