Franz Renftle heißt der neue Bürgermeister der Marktgemeinde Pfaffenhausen. Der 49-Jährige ist am Sonntag mit 92,7 Prozent der gültigen Stimmen gewählt worden. Von den 1894 Wahlberechtigten in Pfaffenhausen und seinen Ortsteilen haben am Sonntag 718 ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 37,9 Prozent.
Von den 700 gültigen Stimmen entfielen 649 auf Franz Renftle. Er war der einzige Kandidat und von beiden im Marktrat vertretenen Gruppierungen – also von der Unabhängigen Bürgergemeinschaft sowie den Freien Wählern/CSU – aufgestellt worden. 51 Wähler hatten einen anderen Wunschkandidaten und dessen Namen auf ihren Stimmzettel geschrieben. Das entspricht 7,3 Prozent.
Die Wahl außerhalb des Turnus war nach dem Rücktritt des bisherigen Pfaffenhausener Bürgermeisters Roland Krieger nötig geworden, der sein Amt im vergangenen Jahr und damit in seiner dritten Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Zum Ende des Jahres wurde Roland Krieger in den Ruhestand versetzt. Franz Renftle wird voraussichtlich in den kommenden sechs Jahren Chef im Pfaffenhausener Rathaus bleiben.
Nachdem am Montag das Wahlergebnis offiziell verkündet wird, wird der 49-Jährige bereits am Dienstag sein Büro im Pfaffenhausener Rathaus beziehen. Er bleibt auch nach dem „Jobwechsel“ beim Staat angestellt – denn zuvor war Renftle Dienstgruppenleiter bei der Autobahnpolizei in Memmingen.
Franz Renftle ist in Pfaffenhausen aufgewachsen. Seit acht Jahren lebt er mit seiner Frau, zwei Töchtern und einem Sohn im Ortsteil Heinzenhof. Seit zwei Jahren sitzt der 49-Jährige im Pfaffenhausener Marktrat. Es gefällt ihm gut, dass Parteizugehörigkeit dort keine Rolle spielt, sagte er im Vorfeld der Wahl. Einen Schwerpunkt in seiner Amtszeit als Bürgermeister will er auf das Thema Wohnen legen. Neben neuen Bauplätzen geht es Renftle vor allem darum, günstigen Wohnraum zu schaffen, wobei er sich auch vorstellen kann, dass die Gemeinde als Bauherr fungiert.