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AELF Krumbach-Mindelheim: Johannes Kutter übernimmt Leitung nach Rainer Nützel

Mindelheim/KRumbach

Führungswechsel am AELF: Behördenleiter Rainer Nützel übergibt an Johannes Kutter

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    Der scheidende Amtsleiter Rainer Nützel (Mitte) und sein Nachfolger Johannes Kutter (3.v.l.) im Kreise der Laudatoren (weiter von links) Landrat Alex Eder, Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer, dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Andreas Wöhrle, dem Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft Memmingen, Josef Lessmann, und der Personalratsvorsitzenden Agnes Meichelböck.
    Der scheidende Amtsleiter Rainer Nützel (Mitte) und sein Nachfolger Johannes Kutter (3.v.l.) im Kreise der Laudatoren (weiter von links) Landrat Alex Eder, Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer, dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Andreas Wöhrle, dem Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft Memmingen, Josef Lessmann, und der Personalratsvorsitzenden Agnes Meichelböck. Foto: Marcus Barnstorf

    Großes Theater für Rainer Nützel und Johannes Kutter – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die offizielle Verabschiedung des seit wenigen Tagen pensionierten Behördenleiters sowie die Amtseinführung seines Nachfolgers am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Krumbach-Mindelheim fand nämlich im stilvollen Stadttheater Mindelheims statt. Auch für Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer eine Premiere, wobei das edle Ambiente mit Bühne, Samtvorhang und bequemen Polsterstühlen einen durchaus würdigen Rahmen zu diesem besonderen Anlass biete, wie er fand.

    „Sie sind ein Grundpfeiler unserer Verwaltung, und das seit vielen Jahren.“ Mit diesen wertschätzenden Worten, die wohl jeder Angestellte gerne von seinem Chef zu hören bekommen würde, lobte Bittlmayer die Verdienste des Forstdirektors, der 1984 nach dem Studium der Forstwissenschaften in den Staatsdienst eingetreten war. Von seiner oberpfälzischen Heimat führte ihn sein Weg 1995 als einer der jüngsten Forstamtsleiter nach Ottobeuren. Der Liebe wegen, wie Nützel später verrät – seine Frau Annette, eine überaus talentierte Musikerin, stammt aus Ravensburg. Im Jahr 2005 übernahm er die Bereichsleitung sowie die stellvertretende Behördenleitung am AELF in Mindelheim, 2019 schließlich die Leitung des wenig später fusionierten AELF Krumbach-Mindelheim.

    Nachwuchsarbeit lag Nützel besonders am Herzen

    Als stets besonnenen Menschen mit Tiefgang bezeichnete der Ministerialdirektor seinen langjährigen Mitarbeiter. Als einen verdienten Kommandeur, der weiß, was er will, und genau das auch getan hat. „In Zeiten, in denen die Welt wackelt, braucht es starke Führungskräfte und auch eine starke Mannschaft“, betonte Bittlmayer und erinnerte daran, dass eine Verwaltung als Dienstleister, Moderator und Mediator auch zur Stabilität einer Gesellschaft beitrage. Neben seiner Leidenschaft, dem Forst, sei die Nachwuchsförderung stets ein zentrales Anliegen für Rainer Nützel gewesen. „Die Referendare haben wahnsinnig viel bei ihnen gelernt, viele tolle Karrieren sind in ihrer Kaderschmiede entstanden.“

    Gemeinsam mit seiner Frau Annette am Klavier, dem Multiinstrumentalisten Markus Kerber an der Querflöte sowie an der Klarinette und dem Gitarristen Reinhard Reißner sorgte der Ehrengast der Veranstaltung, Rainer Nützel, bei seiner Verabschiedung mit dem Kontrabass selbst für den musikalischen Rahmen.
    Gemeinsam mit seiner Frau Annette am Klavier, dem Multiinstrumentalisten Markus Kerber an der Querflöte sowie an der Klarinette und dem Gitarristen Reinhard Reißner sorgte der Ehrengast der Veranstaltung, Rainer Nützel, bei seiner Verabschiedung mit dem Kontrabass selbst für den musikalischen Rahmen. Foto: Marcus Barnstorf

    Einer dieser Referendare und bestes Beispiel für diese Einschätzung ist Johannes Kutter. Er schloss nicht nur die große staatliche Forstprüfung als Jahrgangsbester ab, sondern verdiente sich zudem in einer besonders herausfordernden Zeit während der Corona-Pandemie seine Sporen als persönlicher Referent und Büroleiter von Ministerialdirektor Bittlmayer. Ab 2023 war der gebürtige Rettenbacher als Bereichsleiter am AELF Krumbach-Mindelheim tätig, im vergangenen Jahr übernahm er Nützels Stellvertretung und nun dessen Nachfolge. Als klugen Kopf bezeichnete Bittlmayer Kutter in seiner Rede, als jemanden, „der schon früh tiefes Verständnis dafür zeigte, wie man strategisch Dinge angeht“. Wichtige Eigenschaften, angesichts der vielen Herausforderungen in der Land- und Forstwirtschaft.

    Goldener Löwe für den scheidenden Behördenleiter

    Auch Landrat Alex Eder, der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Neu-Ulm, Andreas Wöhrle, der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft Memmingen, Josef Lessmann, sowie Personalratsvorsitzende Agnes Meichelböck wünschten dem neuen Behördenleiter einen guten Start und bedankten sich bei Rainer Nützel für dessen Engagement. Als Anerkennung seiner Verdienste überreichte Hubert Bittlmayer ihm den „Goldenen Löwen“ des Bayerischen Staatsministeriums.

    Dass dem frisch gebackenen Ruheständler künftig nicht langweilig wird, stellte dieser übrigens eindrucksvoll unter Beweis: Am Kontrabass umrahmte er selbst zusammen mit seiner Frau Annette am Klavier, dem Flötisten Markus Kerber sowie dem Gitarristen Reinhard Reißner als „Quartett Musette“ seinen eigenen Abschied. Schwäbische Sparsamkeit war schließlich ebenfalls ein wichtiger Teil seines Berufslebens.

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