Gruppenbild mit Fernsehturm: Auch die Sehenswürdigkeiten der Bundeshauptstadt haben die jungen Besucher aus dem Unterallgäu erkundet.Foto: Helmut Bader
Ein ganz besonderes Erlebnis konnte der FC Bad Wörishofen 17 Kindern aus den D- und E-Junioren-Teams in den Pfingstferien bieten. Sie reisten mit ihren drei Trainern Johann Schmidt, Christian Holzmann und Ufuk Ünal, sowie Jugendleiter Thomas Lussi und seinem Vorgänger Heinz Pildner in die Hauptstadt Berlin. Grund dafür ist die nun bereits 63 Jahre währende Sportbeziehung zwischen dem FCW und dem BFC Südring Berlin, die damit weiter vertieft wurde. Auf Berliner Seite ist es Eddy Will, der die Freundschaft schon seit vielen Jahren aufrechterhält, während auf Kneippstädter Seite Thomas Lussi dies mit viel persönlichem Einsatz unterstützt. 1963 reisten erstmals Mannschaften des FC Bad Wörishofen zusammen mit dem SV Salamander Türkheim zum BFC Südring. Seitdem besteht diese ungewöhnlich lange Sportbeziehung über eine so weite Distanz. Für die meisten Kinder war es die erste Reise in eine so große Stadt. Möglich gemacht hatte diese nicht zuletzt die Unterstützung der Stadtwerke und mit seiner vielleicht letzten Spende des verstorbenen Hans Kania.
Bayern-Fans jubeln beim DFB-Pokalfinale im Vereinsheim
Die Anreise erfolgte erstmals mit dem Zug. Gleich nach der Ankunft wurde der offizielle Mittelpunkt der Großstadt, der in der Nähe des Südringer Vereinsgeländes mitten in Kreuzberg liegt, besichtigt. Übernachtet wurde in einem nahe gelegenen Hostel. Nachdem sich die Kinder ausgiebig mit den Kunstrasenplätzen vertraut gemacht hatten, haben die Berliner und ihre Gäste abends gemeinsam das DFB-Pokalfinale im Vereinsheim angeschaut – für die vielen Bayern-Anhänger ein positives Erlebnis.
Natürlich wurde beim Berlinbesuch der jungen FCW-Mitglieder auch gegen die Freunde vom BFC-Südring gekickt.Foto: Helmut Bader
Am Pfingstsonntag stand die sportliche Begegnung im Mittelpunkt. Bei den Turnieren auf den ungewohnten Kunstrasenplätzen belegten die E-Junioren einen guten 4. Platz von acht Mannschaften und die D-Junioren wurden Zweiter von vier Teams. Beim gemeinsamen Abend mit den Gastgebern wurden Gastgeschenke ausgetauscht und die Freundschaft vertieft. Der Montag gehörte schließlich den Sehenswürdigkeiten Berlins. Das Technikmuseum wurde ebenso besichtigt, wie das Brandenburger Tor mit Reichstag, Checkpoint Charlie, Alexanderplatz, Holocaust-Mahnmal und manches mehr.
Bei ihrer Rückkehr aus Berlin hatten die Kinder viel zu erzählen
Mit der Eisenbahn erfolgte die Rückreise mit vielen Eindrücken in die Kneippstadt, mit dem gegenseitigen Versprechen, sich 2028 zum 65. Jubiläum der Sportlerfreundschaft wiederzusehen. Die Heimreise verlief ebenfalls problemlos bis Türkheim, wo allerdings der Zug nach Wörishofen ausfiel. Somit mussten die Eltern ihre Kinder eben in Türkheim wieder in Empfang nehmen, wo diese viel zu erzählen hatten.
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