Als ich eintrudele – fast pünktlich natürlich – war Anabel längst da und fleißig. Anabel, das lerne ich gleich, ist aber weder Person noch Roboter, es ist der hauseigene Lieferdienst des Bücherpunkts. Anabel hat einen Turm aus Kisten vor die Tür gestellt, prall gefüllt mit Lesestoff für die Sommerferien und die Urlaubsstrände. Chefin Renate Thurn ist auch schon da. Und weil sie eine schlaue Chefin ist, hat sie mich tags zuvor nach meinen Lieblingsbüchern gefragt – und ein paar davon kurzerhand bestellt. „Damit Du gleich was empfehlen kannst“, sagt sie und grinst. Denn das, so wird sich ganz schnell zeigen, ist eine Kunst, an der man ratzfatz scheitern kann – oder sich zumindest prima bis auf die Knochen blamieren.
Bad Wörishofen
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