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Baisweil: Das "Allgäu Labyrinth" ist offen: Was man zu den Irrwegen im Maisfeld wissen sollte

Baisweil

Das "Allgäu Labyrinth" ist offen: Was man zu den Irrwegen im Maisfeld wissen sollte

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    Das „Allgäu Labyrinth“ im Ostallgäuer Baisweil ist von diesem Wochenende an wieder täglich von Sonnenaufgang bis zur Dämmerung geöffnet.
    Das „Allgäu Labyrinth“ im Ostallgäuer Baisweil ist von diesem Wochenende an wieder täglich von Sonnenaufgang bis zur Dämmerung geöffnet. Foto: Markus Arndt

    Das „Allgäu Labyrinth“ in Baisweil geht an diesem Wochenende in seine zweite Saison. In den vergangenen Wochen haben kreative Landwirte das Maisfeld am Rand des Ortes wieder so präpariert, das über den Sommer Spaß garantiert ist. 3,5 Kilometer Irrwege schlängeln sich auf einer Fläche von mehr als fünf Hektar durch das grüne Dickicht.

    Das Werk ist aber nicht nur vom Boden aus ein Erlebnis: Aus der Luft gesehen zeigen sich Motive wie die Kuh Alma, die bei ihrem Ausflug in die Allgäuer Berge auf den Hirtenbub Michl, Gämsen und Edelweiß trifft. Auch der Schriftzug Baisweil ziert das Feld wieder – eine besondere Werbung für die kleine Gemeinde zwischen Kaufbeuren, Mindelheim und Bad Wörishofen, die mit dieser Aktion Ausflugsziel für Besucher aus der ganzen Region wurde. „Wir hatten viel Arbeit“, sagt Andreas Schmid als Sprecher der Initiatoren, „aber auch ganz viel Spaß.“

    Smart Farming macht den Bau des Allgäu Labyrinths erst möglich

    Seit Monaten hat sich ein Team rund um die große Familie Schmid in Baisweil nun wieder Gedanken über das Feld gemacht, das sie „Allgäu Labyrinth“ nennen. Jessi und Stefan, Simon, Julian, Robert, Markus, Andreas, Fine, Eve, Heike und Wolfi sowie Jonas – jede und jeder mit Aufgaben: von der Planung über die Saat bis zur Koordination. „Die Resonanz war riesig“, sagt Andreas über die Premiere mitten in der Pandemie. „Viele Menschen wollten einfach raus in die Natur, ihren Urlaub daheim verbringen.“ Es wurden dort Kindergeburtstage gefeiert, soziale Einrichtungen freuten sich über das Ausflugsziel.

    Und wie kommen die Irrwege in das Maisfeld? Dafür kam Satellitentechnik zum Einsatz, in der Landwirtschaft unter dem Begriff Smart Farming längst üblich: Die Zeichnungen für die Wege und Motive wurden georeferenziert, in eine spezielle Datei umgewandelt und in das Terminal des Traktors eingespeist. „Dank der Einzelkorn-Aussaat entstanden präzise Bilder im Feld“, sagt Andreas. Ausgesät wurde nicht in Reihen, wie üblich, sondern gerade, schräg und diagonal, damit der Bewuchs für das Labyrinth dichter wird. Die aus der Luft sichtbaren Motive entstanden erst mit den Wochen, in denen der Mais heranwuchs.

    Ein Teil der Einnahmen kommt der Kartei der Not zu, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung

    „Das ganze Dorf steht hinter dem Projekt“, sagt Andreas. Mittlerweile haben die Maisstangen wieder eine Höhe erreicht, die völlig ausreichend für die Irrwege ist. An diesem Wochenende ist die offizielle Eröffnung, nachdem die Testläufe erfolgreich waren. Im Labyrinth gibt es Wege für alle Altersklassen, Rätsel zu lösen und Gewinnspiele, bei denen Preise von Sponsoren aus der Region winken.

    „Niemand muss Angst haben, sich wirklich zu verirren“, sagt Andreas. Im vergangenen Sommer gab es keine Probleme. Der Hirtenbub Michl ist in diesem Jahr das leichtere Kinderlabyrinth. Bei Alma und im Enzian werde es etwas anspruchsvoller. Die Wege führten letztlich immer zum Ziel, zu Beginn gebe es einen Plan zum Mitnehmen. Wichtig für jeden Besucher sei es, eine Kopfbedeckung und Getränke dabeizuhaben.

    Der Eintrittspreis ist übrigens nicht gestiegen, er kann auf Vertrauensbasis am Eingang entrichtet werden. Damit haben die Initiatoren gute Erfahrungen gemacht. „Das ist als Spende zu sehen“, sagt Andreas. „Wer mehr geben will, kann natürlich auch mehr geben.“ Vergangenes Jahr profitierte der örtliche Kindergarten von einer Spende, heuer soll ein Teil des Erlöses der „Kartei der Not“, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung zugutekommen.

    Was noch wichtig ist

    • Adresse Am Osterbach, Baisweil
    • Öffnungszeiten täglich ab diesem Samstag von Sonnenaufgang bis zur Dämmerung, voraussichtlich bis Ende September
    • Eintritt Kinder bis drei Jahre frei, vier bis zwölf Jahre zwei Euro, Besucher ab 13 Jahren vier Euro, Familien zehn Euro. Das Geld kommt zu Beginn in die Box am Eingang. Spenden sind willkommen, ein Teil des Erlöses soll in soziale Projekte fließen.
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