Kirchheim hat in einem Bürgerentscheid am Sonntag darüber abgestimmt, ob die Planungen für einen Solarpark nahe Tiefenried weitergeführt oder gestoppt werden sollen. Eine Mehrheit von 53,8 Prozent der abstimmmenden Bürgerinnen und Bürger hat sich dafür ausgesprochen, die Planungen einzustellen. 46,2 Prozent waren dagegen. Damit der Bürgerentscheid gültig ist, mussten mindestens 427 Personen mit Ja stimmen. Mit insgesamt 611 von 1136 Stimmen wurde dieses Quorum locker erreicht.
Zwei unterschiedliche Ansichten über den Solarpark in Kirchheim
Auf einer Fläche von rund 14 Hektar soll dort eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage entstehen. Hinter dem Projekt steht die Tiefenrieder Sonnenschein GbR, in der sich mehrere aus dem Ort stammende Familien zusammengeschlossen haben. Sie haben die Memminger Firma E-Con mit ins Boot geholt, die zur Alois-Müller-Gruppe gehört. Dagegen hatte sich Widerstand in Form einer Initiative namens „Pro Natur Kirchheim“ gebildet. Sie kritisiert die Größe und den Standort des Solarparks und hat deshalb ein Bürgerbegehren gestartet, das nun zum Bürgerentscheid geführt hat.
Mehr als 400 Menschen in Kirchheim mussten für den Bürgerentscheid stimmen
Die konkrete Frage lautete: „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Kirchheim das laufende Bauleitplanverfahren für den ‚Freiflächen-Photovoltaikpark Tiefenried‘ einstellt und an diesem Standort keine weiteren Anlagen geplant werden?“ Für den Erfolg des Bürgerentscheids muss nicht nur die Mehrheit für „Ja“ stimmen, sondern es müssen auch mindestens 20 Prozent aller Stimmberechtigten für „Ja“ stimmen. Im Fall von Kirchheim wären das knapp 430 Menschen.
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