Ihr aktuelles Soloprogramm heißt „Lindners Lebenslust“, was bedeutet Lebenslust für Sie?
CONSTANZE LINDNER: Mit Lebenslust bin ich quasi geboren worden, ich hab wahnsinnig viel Energie, Optimismus, keine Zukunftsangst und bin einfach ein sehr offener und fröhlicher Mensch. Ich bin jemand, der immer versucht, das Beste aus einem Tag zu machen. Ich hab mir komplett abgewöhnt, Menschen zu bewerten. Ich versuche immer, ihnen ganz offen zu begegnen. Beim Schreiben meines Buches „Miss Verständnis“ habe ich gespürt, dass ich so eine Lebenslust zwischen die Zeilen packen und das dann auf die Bühne bringen kann. Ich sag immer, wenn ich auf der Bühne bin, ist das wie ein kleines Atomkraftwerk. Ich versprühe dann so viel Lebensfreude und die springt einfach immer über. Das ist so schön, wenn ich weiß, ich kann den Leuten meine Lebensfreude mit nach Hause geben, die ich in mir trage. Die ist einfach da, ich hab da Glück gehabt.
Wie Sie in der Dokumentarfilm-Reihe „Lebenslinien“ so offen schildern, mussten Sie bereits als Kind äußerst schwierige Lebenssituationen meistern. Wie ist es Ihnen gelungen, Ihre Fröhlichkeit zu behalten?
LINDNER: Ich bin einfach ein glückliches Wesen, ich bin mit großem Glück so ausgestattet worden. Wenn ich diese Lebensfreude nicht gehabt hätte, wäre ich mit Sicherheit an dem, was mein Leben mit sich gebracht hat, zerbrochen. Ich hab mich sehr geehrt gefühlt, dass ich die Sendung „Lebenslinien“ machen durfte und es war unglaublich, wie viele Menschen auf mich zugekommen sind und einfach so berührt waren. Das hat noch mal eine ganz andere Seite von mir beleuchtet, und es gab ganz viele Menschen, die gesagt haben, wie authentisch das ist. Dass da eine Lebensgeschichte dahintersteckt, die nicht aufgesetzt ist, sondern dass ich wirklich so bin, wie ich bin.
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