Ein Maislabyrinth entsteht in Lutzenberg im Unterallgäu – Ausflugstipp
Lutzenberg/Eppishausen
Aus einem „Hirnfurz“ wird das erste Maislabyrinth der Region
Eine ausgefallene Idee wird Realität: In Lutzenberg wächst gerade das erste Maislabyrinth in der Region in die Höhe. Und die Familie Keppeler plant noch mehr.
Derzeit ist nicht viel vom Labyrinth zu sehen, doch der Mais und die Vorfreude wachsen mit jedem Tag bei Joachim, Theresia und ihrem Sohn Jonas Keppeler (von links).Foto: Melanie Lippl
Noch ist die Fläche überschaubar, doch schon bald wird sie wie ein dichter Dschungel sein, durch den man sich erst einmal durchkämpfen muss: In Lutzenberg bei Eppishausen wächst gerade das erste Maislabyrinth in der Region in die Höhe. Was als ein „Hirnfurz“ im Winter begann, soll diesen Sommer Realität werden. Theresia und Joachim Keppeler erklären, was sie für ihre Familienattraktion planen.
Die beiden gehen davon aus, dass das Maislabyrinth zum Beginn der Sommerferien begehbar sein wird. Noch ist der Mais recht klein, am 7.7. soll er 77 Zentimeter groß sein, so eine Bauernweisheit. Ob er das schafft, hängt vom Wetter ab. Doch die Keppelers sind zuversichtlich. Joachim Keppeler sieht „seinem“ Mais gern beim Wachsen zu: „Ich bin jeden Tag mehrmals heraußen“, sagt der 41-Jährige grinsend. Auch seine Frau Theresia findet es spannend, dem Labyrinth beim Entstehen zuzusehen. Am 3. Mai wurde eingesät, dann dauerte es ein wenig, denn die Tage waren recht trocken. Doch plötzlich zeigten sich die ersten Sprösslinge, und inzwischen sind auch schon die Wege des künftigen Labyrinths gut erkennbar.
Irrwege und das Logo des Islandpferde-Hofs sind Teil des Maislabyrinths. Damit die Maschine die Maiskörner an den richtigen Stellen aussät, wurde vorher ein Plan programmiert.Foto: Familie Keppeler
Für das Maislabyrinth wurde ein genauer Plan erstellt
Rund drei Hektar groß ist die Fläche, die die Keppelers bepflanzt haben – beziehungsweise: bepflanzen haben lassen. Denn so ein Maislabyrinth ist gar nicht so einfach herzustellen. Entwickelt haben sie es mit der baden-württembergischen Firma Farmblick, die sich normalerweise um Precision Farming kümmert, also darum, dass jede Pflanze auf dem Feld die perfekten Nährstoffe bekommt, die sie braucht.
Mithilfe einer digitalen Feldkarte und dem Logo des Islandpferde-Hofs der Keppelers wurde ein Plan fürs Labyrinth erstellt, damit die Sämaschine genau weiß, an welche Stelle sie ein Maiskorn setzen soll und wo nicht. Das Langerringer Lohnunternehmen Steichele übernahm die Aussaat – auch für sie war das Maislabyrinth eine Premiere.
Bei Lutzenberg entsteht ein Maislabyrinth. Die Islandpferde, die auf dem Hof leben, spielen dabei eine große Rolle.Foto: Familie Keppeler
Auf die Idee kam die Familie Keppeler im Winter. Denn: „Viele Familien suchen etwas, wo sie in der Region kostengünstig mit Kindern hinkönnen“, sagt Theresia Keppeler. Die 40-Jährige und ihr Mann planen zudem, Rätselstationen, einen kleinen Aussichtsturm und Spielmöglichkeiten anzubieten.
Joachim Keppeler hörte bei der Firma Grob auf, um sich um den Hof zu kümmern
Ansonsten kümmern sich die beiden um rund drei Dutzend Islandpferde. 2023 gab Joachim Keppeler seinen Beruf als technischer Zeichner bei der Mindelheimer Firma Grob auf, um sich vollkommen um den Familienbetrieb zu kümmern. Seit Corona verkaufen die Keppelers vor ihrem Hof unter anderem Eier, Mehl, Honig, Wurst und Milchprodukte – auch das begann mit einem Hirngespinst, wie die beiden lachend verraten. Sie hoffen nun, dass ihre nächste „Schnapsidee“, das Maislabyrinth, genauso erfolgreich wird.
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