Mario Gruber ist nicht mehr Trainer des Kreisklassisten TSV Zaisertshofen.Foto: Robert Prestele
Es läuft nicht rund beim TSV Zaisertshofen in dieser Saison. Der Kreisklassist steht in der Tabelle auf Rang zehn - mit gerade einmal vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Als das Team am vorletzten Spieltag bei der SG Kirchdorf/Rammingen mit 1:5 unter die Räder kam, reagierte der Verein.
Mario Gruber, der die Mannschaft seit Saisonbeginn als Trainer betreut, wurde freigestellt. "Die Tabellensituation und das Auftreten der Mannschaft in Kirchdorf haben uns dazu veranlasst", sagt Dominik Schäffler. Der Fußballabteilungsleiter des TSV Zaisertshofen wollte mit dieser Entscheidung mehr Schwung in die Mannschaft bringen.
Zaisertshofens Abteilungsleiter macht dem Trainer keinen Vorwurf
"Gegen Kirchdorf/Rammingen hat das Leben auf dem Platz gefehlt", sagt Schäffler. Gleichwohl macht er Mario Gruber keine Vorwürfe. "Es hat mit ihm schon gepasst, aber zuletzt kam eben alles zusammen und wir mussten etwas machen."
Etwas leichter machte ihm die Entscheidung, dass Gruber den Verein am Saisonende eh verlassen hätte: Eine Hüft-OP stehe bei ihm an, so Gruber. "Für mich ist dann erst einmal Pause", sagt er. Gerne hätte er die Mannschaft bis Saisonende betreut, doch er akzeptiere die Entscheidung des Vereins.
Mario Gruber drückt dem TSV Zaisertshofen die Daumen
"Ich wünsche ihnen alles Gute und dass sie den Klassenerhalt schaffen. Es wird aber schwer, denn so viel Verletzungspech in einer Saison hatte ich als Trainer noch nie", sagt Gruber. Dem stimmt auch Dominik Schäffler zu: "Wir haben schon wahnsinnig viele Verletzte, allein fünf Spieler haben Knieverletzungen und fallen länger aus." Darunter auch der Spieler, der am vergangenen Sonntag die Mannschaft als Trainer in Bedernau betreute: Markus Böhm werde bis Saisonende als Interimstrainer des TSV Zaisertshofen fungieren.
Das 1:1 in Bedernau, immerhin einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, scheint auf dem Papier zu wenig. Doch es sei ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen, so Schäffler. Nun kommt am Sonntag der Tabellenführer FC Bad Wörishofen. "Das ist für uns ein Bonusspiel. Viel wichtiger sind die Partien danach. Dann spielen wir gegen direkte Konkurrenten", sagt Schäffler.
Auch der SVO Germaringen II geht mit neuem Trainer in den Endspurt
Einer der Gegner wird dann der SVO Germaringen II sein. Die Bezirksliga-Reserve steht auf dem Relegationsplatz und hat ebenfalls vor Kurzem den Trainer gewechselt. Für Maurizio de Pascalis, der den Verein zum Saisonende verlassen hätte, sind nun Otto Ullmann und Bernd Dopfer für die Mannschaft verantwortlich und wollen den Klassenerhalt schaffen. "Wir wollten in der heiklen Situation noch einmal ein Signal für die Mannschaft setzen", begründete der sportliche Leiter Oliver Baumann die Entscheidung auf der Vereinshomepage.
Der SVO Germaringen II trennte sich kürzlich von Trainer Mauricio de Pascalis (vorn).Foto: Mathias Wild
Einen Interimseinsatz der anderen Art hatte Gernot Maas am vergangenen Spieltag: Der Ramminger stand für den etatmäßigen Coach der SG Kirchdorf/Rammingen, Ralf Kleinsteuber, an der Seitenlinie. Der Grund: Kleinsteubers Enkelin feierte Kommunion. Die Rochade hatte offenbar jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Mannschaft: Die Spielgemeinschaft gewann beim SVO Germaringen II mit 2:0.