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Grüne setzen beim Unterallgäuer Neujahrsempfang auf Vielfalt und Dialog

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Die Unterallgäuer sind „anders grün“

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    Blicken zuversichtlich auf die letzten Wochen des Kommunalwahlkampfs (von links):  Grünen-Kreisvorsitzender Frank Muck, Landratskandidat Dr. Otto Schmid sowie die beiden Kreistagskandidaten Johanna Hölzle und Robert Blasius.
    Blicken zuversichtlich auf die letzten Wochen des Kommunalwahlkampfs (von links): Grünen-Kreisvorsitzender Frank Muck, Landratskandidat Dr. Otto Schmid sowie die beiden Kreistagskandidaten Johanna Hölzle und Robert Blasius. Foto: Marcus Barnstorf

    Obwohl das Jahr schon einige Wochen alt ist, fühlte sich der Neujahrsempfang von Bündnis 90/Die Grünen Unterallgäu wie ein verspäteter, aber umso bewusster gesetzter Startmoment an. Im Mindelheimer Theater herrschte Jahresanfangsstimmung, die im Februar schon etwas Besonderes hatte.

    „Klimaschutz funktioniert nur im Dialog“, sagt die Spitzenkandidatin der Grünen

    Musikalisch eingestimmt wurde das Publikum von einem Quartett um Lara Schubert aus Markt Wald, das mit warmen Klangfarben den Rahmen für den politischen Abend setzte. „Wir sind unter uns“, brachte es Kreisvorsitzender Frank Muck schmunzelnd auf den Punkt und blickte in die nur wenig gefüllten Reihen. Co-Kreisvorsitzende und Spitzenkandidatin der Kreistagswahl, Johanna Hölzle, stellte in ihrer Rede das Thema „Vielfalt“ als zentralen Leitgedanken heraus – sowohl mit Blick auf die Zusammensetzung der Kreistagsliste als auch auf das 22‑seitige Wahlprogramm. Die Rammingerin betonte, dass Pflege und Gesundheit unabhängig vom Wohnort im Unterallgäu höchste Relevanz hätten. Auch Mobilität und Digitalisierung trügen wesentlich zu Verbesserungen im Alltag der Menschen bei. Im Bereich „Energie und Landwirtschaft“ gelte es, die Chancen erneuerbarer Energien zu nutzen. „Klimaschutz funktioniert nur im Dialog“, erklärte die 22‑jährige Mathematikstudentin. Auf Listenplatz zwei tritt Robert Blasius an, der sein Credo „Das Unterallgäu verbinden“ in den Mittelpunkt stellte. Er ermutigte die Mitglieder mit den Worten: „Ihr seid anders grün!“ Mit Blick auf die bisherigen Wahlveranstaltungen äußerte er die Hoffnung auf eine hohe Wahlbeteiligung.

    Landratskandidat Dr. Otto Schmid berichtete von persönlichen Begegnungen im Wahlkampf. Auch wenn er sich selbst „nicht als einfachen Kandidaten“ beschreibe, sei er doch „stolz, bei den Grünen zu sein“. Der 66-jährige ehemalige Schulleiter aus Sontheim sagte, der Wahlkampf mache ihm Freude, weil die Grünen „für ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft“ stünden. Mit Blick auf politische Entwicklungen warnte er: „Nicht jeder demokratisch Gewählte ist ein Demokrat.“ Humorvoll erzählte er zudem, dass er sich bei der Vielzahl der Wahlplakate besonders freue, sein eigenes Konterfei direkt vor dem Landratsamt hängen zu sehen. „Wenn das kein Zeichen ist“, meinte er schmunzelnd.

    Viel Beifall für das Improtheater der „Wendejacken“

    Zum Höhepunkt des Abends wurde der Auftritt des Allgäuer Improtheaters „Die Wendejacken“ aus Kempten. Nadine Viktor, Anna Bauer und Max Kinker – musikalisch begleitet von Tim Lau – präsentierten mitreißendes improvisiertes Theater. Inspiriert von Zurufen aus dem Publikum überzeugten sie mit gekonnter Mimik und Gestik. Niemand wusste, was als Nächstes passieren würde – und gerade das sorgte für viel Applaus.

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