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Irsingen/Türkheim: Mit Schwung durch die Schulzeit

Irsingen/Türkheim

Mit Schwung durch die Schulzeit

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    Nach dem Abitur absolviert Patrick Einsiedler aus Irsingen ein Jahr als Bundesfreiwilligendienstleistender beim THW in Schwabmünchen.
    Nach dem Abitur absolviert Patrick Einsiedler aus Irsingen ein Jahr als Bundesfreiwilligendienstleistender beim THW in Schwabmünchen. Foto: THW

    „Mit Schwung auf die Schulbank“ – so beschrieb unsere Redaktion den ersten Schultag von Patrick Einsiedler. Angst vor der Schule? Davon wollte der sechsjährige Patrick so gar nichts wissen, ganz im Gegenteil: Bei der Schuleinschreibung sagte der Knirps ganz keck zu einem Lehrer: „Ich freue mich auf Sie!“

    Riesengroß war die (Vor-)Freude beim sechsjährigen Patrick Einsiedler, als er endlich zur Schule gehen durfte.
    Riesengroß war die (Vor-)Freude beim sechsjährigen Patrick Einsiedler, als er endlich zur Schule gehen durfte. Foto: privat

    Inzwischen hat Patrick Einsiedler (18) eine lange und erfolgreiche Schullaufbahn absolviert, die mit dem Abitur am Joseph-Bernhart-Gymnasium ihren erfolgreichen Abschluss fand.

    Und auch wenn unterm Strich alles glatt gelaufen sei in seinen Schuljahren – die Freude verging ihm manchmal auch ein wenig...

    Ein Mäppchen, einen Turnbeutel, eine Essensbox, eine Flasche und einen Geldbeutel – der kleine Patrick war bestens vorbereitet auf seinen ersten Schultag, wie er dem MZ-Reporter Florian Eisele damals erzählte.

    Bei all der sorgfältigen Vorbereitung, es konnte Patrick damals gar nicht schnell genug gehen: „Ich spiele oft Schule, aber nur so für mich allein“, berichtete er damals. Seine farbigen Holzstifte schonte er noch, damit sie auch ganz bestimmt frisch sind, wenn er sie dann endlich in der Schule benutzen darf.

    Nach zwölf Jahren erinnert sich Patrick Einsiedler noch an seinen ersten Schultag

    Heute erinnert sich Patrick Einsiedler noch recht gut an den ersten Schultag, an seine eigene Nervosität und die seiner Eltern, für die damit ebenfalls ein neuer Lebensabschnitt begann. Sie freue sich natürlich auf den neuen Lebensabschnitt, gestand seine Mutter Karin Einsiedler damals, aber: „Für uns wird sich jetzt vieles ändern, das geht mit den Weckzeiten an und hört beim Helfen mit den Hausaufgaben auf.“

    Vor allem die Zeit in der Grundschule in Türkheim hat bei Patrick Einsiedler nur positive Erinnerungen hinterlassen. Noch immer weiß er die Namen seiner ersten beiden Lehrerinnen („Frau Hankel und Frau Klaußner“), jeder Schultag sei wie ein kleines, neues Abenteuer gewesen, sagt er heute und lacht.

    Auch seine Mitschülerinnen und Mitschüler hat er nicht vergessen, zu einigen hat er noch heute eine freundschaftliche Beziehung, sagt der 18-Jährige: „Da entstehen enge Bindungen“, weiß der Irsinger – auch weil er nach dem Wechsel ans Gymnasium feststellen musste, dass es mit der Leichtigkeit und dem Spaß nun manchmal etwas schwieriger werden sollte.

    Eine enge Bindung zu den Schulfreunden wie in der Grundschule und dort natürlich auch zu den Lehrerinnen und Lehrern sei am Gymnasium dann nicht mehr so selbstverständlich.

    Dann wechseln die Lehrerinnen und Lehrer mit jedem Fach und für die Schüler bedeutet das, sich immer wieder auf neue Anforderungen einstellen zu müssen.

    Natürlich gingen Patrick Einsiedler manchmal auch die Lehrer auf die Nerven

    Doch auch das brachte Patrick Einsiedler gut hin, auch wenn er aus heutiger Sicht schon zugibt, dass es ihm nicht immer so leicht von der Hand gegangen sei wie noch in der Grundschule. Doch auch daraus habe er dann seine Lehren gezogen: „Es zahlt sich nicht aus, wenn man Dinge vor sich herschiebt“, sagt er schmunzelnd und erklärt: „Oft habe ich bis zum letzten Drücker manches vor mir hergeschoben. Da war ich bestimmt nicht immer ein gutes Vorbild“, sagt er selbstkritisch.

    Und – natürlich – gingen ihm manchmal auch seine Lehrer auf die Nerven: „Da waren gute und auch weniger gute dabei“, sagt er, fügt aber schnell hinzu: „Die meisten waren schon okay, einige sogar richtig super!“ Dafür hat der 18-Jährige auch eine schlüssige Erklärung: „Sind ja auch nur Menschen...“

    Sein Fazit über seine Schulzeit fällt daher überwiegend positiv aus: „Das war alles ganz entspannt und sorgenfrei“, nimmt er für sich mit. Doch mit zunehmender Schuldauer und dann natürlich auch nach der Schulzeit habe er schon festgestellt, wie angenehm es doch war, sich nicht selbst um alles kümmern zu müssen: „So schlimm war die Schule gar nicht“, weiß er heute.

    Mit einem Notendurchschnitt von 2,5 absolvierte er seine Abiturprüfungen – und weil er noch nicht genau weiß, welchen beruflichen Weg er einschlagen soll – Studium oder Berufsausbildung - hat er sich entschlossen, ein Freiwilliges soziales Jahr beim Bundesfreiwilligendienst abzuleisten. Seit einigen Wochen ist er jetzt beim THW in Schwabmünchen.

    Auf der „faulen Haut“ zu liegen wäre für den sportlichen jungen Mann nicht in Frage gekommen. Er jagt in seiner Freizeit dem Fußball hinterher und geht für den SVS Türkheim in der Kreisklasse auf Torejagd. Schwung und Action, das liebte er als Abc-Schütze – und das liebt Patrick Einsiedler auch als Erwachsener noch immer.

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