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Kompostierbare Müllbeutel stören Kompostierung und führen zu Mikroplastik

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Kompostierbare Müllbeutel dürfen nicht in die Biotonne

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    Das Landratsamt Unterallgäu gibt nützliche Tipps zum „Tag der Biotonne“.
    Das Landratsamt Unterallgäu gibt nützliche Tipps zum „Tag der Biotonne“. Foto: Landratsamt

    Wer seinen Biomüll trennt und Küchenabfälle in die braune Tonne wirft, trägt aktiv zum Umweltschutz bei. Doch aufgepasst: Im Landkreis Unterallgäu sind kompostierbare Biomüllbeutel nicht für die Biotonne zugelassen! Darauf weist die Abfallwirtschaft des Landkreises hin.

    Obwohl die Tüten als „bio“ oder „kompostierbar“ beworben werden, müssen die Beutel als sogenannte Störstoffe in Kompostierungs- und Vergärungsanlagen aufwendig aussortiert werden, erläutert Edgar Putz, Leiter der Kommunalen Abfallwirtschaft im Landkreis Unterallgäu. Denn: Bioabfälle werden in modernen Anlagen innerhalb weniger Wochen verarbeitet. Was bei der Kompostierung im Garten ein bis zwei Jahre dauert, läuft in solchen Anlagen stark beschleunigt ab. Kompostierbare Beutel zersetzen sich in dieser kurzen Zeit aber nicht. Sie bleiben als Fremdstoff zurück und stören den gesamten Verwertungsprozess.

    Putz wirbt für saubere Trennung von Bioabfällen

    Auch herkömmliche Kunststoffbeutel landen laut Putz noch viel zu oft in der Biotonne – häufig aus Gewohnheit oder aus dem Wunsch heraus, Bioabfälle sauber zu sammeln. Plastiktüten werden bei der Verwertung von Bioabfällen schnell zum Problem und erschweren die Herstellung von hochwertigem Kompost. Da es in den Verwertungsanlagen nicht immer gelingt, alle Kunststoffreste vollständig zu entfernen, können diese die Umwelt stark belasten: Mikroplastik kann so in unsere Böden und Gewässer gelangen.

    Kompost und Energie entstehen aus richtig getrenntem Biomüll

    „Die richtige Trennung trägt dazu bei, wertvolle Ressourcen zu erhalten: Aus sauber getrenntem Bioabfall entstehen Kompost und Energie – wichtige Beiträge für Bodenfruchtbarkeit, Klimaschutz und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft“, betont Putz. Bioabfälle können beispielsweise in Zeitungspapier oder Bäckertüten ohne Kunststofffenster zur Entsorgung in der Biotonne eingepackt werden.

    Weitere Informationen sind im Internet unter www.unterallgaeu.de/biomuell zu finden. Ihre Fragen zur Entsorgung beantwortet die Abfallwirtschaftsberatung unter 08261/995-8090. (mz)

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