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Mindelheim: Ein Pultdach für das Förderzentrum

Mindelheim

Ein Pultdach für das Förderzentrum

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    Das Sonderpädagogische Förderzentrum in Mindelheim wird bald zur Baustelle.
    Das Sonderpädagogische Förderzentrum in Mindelheim wird bald zur Baustelle. Foto: Bernhard Weizenegger

    Die geplante Erweiterung des Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ) in Mindelheim nimmt Formen an: In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses ging es darum, wie das Dach der künftigen Räume gestaltet werden soll. Architekt Klaus Ehrhard von Ehrhard Architekten stellte dazu drei Varianten vor.

    Aus der Hausmeisterwohnung werden Klassenräume

    Wie er in der Sitzung ausführte, sollen in der früheren Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss des SFZ zwei Klassenräume, zwei Gruppenräume sowie ein Büro mit Therapieraum entstehen. Auch eine Toilette und ein Putzraum sind geplant. Der Grundriss dafür stehe in Absprache mit der Schulleitung bereits und bleibe unabhängig von der gewählten Dachform immer gleich, so Ehrhard.

    Die Mitglieder des Bauausschusses mussten nun entscheiden, ob der südliche Teil des Gebäudes ein Schlepp-, ein Pult- oder ein Satteldach erhalten soll. Die bereits bestehende „spezielle Gaubenlandschaft“ im nördlichen Gebäudeteil bleibt erhalten. Sie sei aber bewusst nicht aufgegriffen worden, so Ehrhard, um mehr Ruhe in die Gebäudeoptik zu bringen.

    Variante eins, eine Schleppdachkonstruktion, bezeichnete Ehrhard als „Technikers Liebling“: Technische Installationen ließen sich dort besonders leicht verlegen und auch für die geplante Photovoltaik-Anlage sei diese Dachform optimal. Das gelte auch für das flach geneigte Pultdach der Variante zwei. „Ein bisschen speziell“ nannte Ehrhard dagegen die von den Kreisräten angeregte Satteldach-Konstruktion aus zwei nebeneinander aufgesetzten Satteldächern: Sie gefalle ihm optisch zwar sehr gut, sei aber sehr aufwendig und deshalb die voraussichtlich teuerste der drei Lösungen. Eine Photovoltaikanlage müsste hier auf die vier Teil-Dachflächen aufgeteilt und an deren Trapezform angepasst werden. Ein weiterer Nachteil dieser Variante ist, dass die Klassenzimmer unter den beiden Satteldächern in der Mitte deutlich höher wären als nötig. Die aktuelle Kostenschätzung für alle drei Varianten liegt bei rund 1,25 Millionen Euro. Sie ist laut Ehrhard ein Mittelwert der günstigsten und der teuersten Lösung, nämlich Schlepp- und Satteldach.

    Auch über das Thema Beschattung wurde diskutiert

    In der anschließenden Diskussion wurde jedoch schnell deutlich, dass das Satteldach für die Räte keine Option ist. Landrat Alex Eder sprach sich stattdessen für eine Variante mit leicht geneigtem Dach aus, die auch beim Schleppdach möglich wäre. Dieses war der klare Favorit von Mehmet Yesil (SPD): Weil die Fenster in dieser Variante ein wenig zurückversetzt sind, würden sie automatisch ein wenig beschattet, was in Anbetracht heißer Sommer immer wichtiger sei. Bei einer Entscheidung zwischen Schlepp- und Pultdach empfahl auch Architekt Ehrhard das Schleppdach. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder schloss sich jedoch Franz Grauer (Freie Wähler) an, der in einem flach geneigten Pultdach die klar langlebigste Variante sah.

    Die geplante Erweiterung des SFZ ist die Folge anhaltend steigender Schülerzahlen sowie des gesetzlich garantierten Anspruchs auf Ganztagesbetreuung ab 2026. Um Platz zu schaffen, hat die Schule nach dem Auszug des Schulmedienzentrums Mitte 2020 auch schon das Kellergeschoss für einen Lehrmittel- sowie einen Gruppenraum der offenen Ganztagesbetreuung genutzt. (baus)

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