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Mindelheim: Absage der Grob-Feier war eine richtige Entscheidung

Kommentar

Grob in Mindelheim sagt Jubiläumsfeier im Juli ab: eine schwierige, aber richtige Entscheidung

Melanie Lippl
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    15 Millionen Euro kostete das Parkhaus der Firma Grob. Doch nun sind die Zeiten schlechter geworden, das Unternehmen muss sparen – und hat deshalb seine geplante 100-Jahr-Feier vorerst abgesagt.
    15 Millionen Euro kostete das Parkhaus der Firma Grob. Doch nun sind die Zeiten schlechter geworden, das Unternehmen muss sparen – und hat deshalb seine geplante 100-Jahr-Feier vorerst abgesagt. Foto: Ulrich Wagner

    Wer sich die Firmengeschichte der Grob-Werke ansieht, kann nur staunen: 1926 startete eine kleine Werkzeug- und Maschinenfabrik in München; heute ist Grob nicht nur der größte Arbeitgeber im Unterallgäu, sondern ein Unternehmen, das auf der ganzen Welt vertreten ist und sich international einen Namen gemacht hat. Weltweit arbeiten rund 9000 Menschen für Grob. Und ausgerechnet im 100. Jahr der Erfolgsgeschichte ist niemandem so groß nach Feiern zumute.

    Grob wollte seinen 100. Geburtstag mit der Belegschaft feiern

    Ein riesiges Fest, einen großen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung aus Mindelheim und Umgebung, diese Version hatte man angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage wohl rasch verworfen. Seit vergangenem Jahr herrscht Kurzarbeit bei Grob. Doch ganz nehmen lassen wollte man sich das Feiern nicht: Man wird schließlich nur einmal 100. Ein Fest für die Belegschaft war für den 18. Juli geplant. Dieser Termin ist nun abgesagt, die Feier auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Weltpremieren und mehr: Das gab es auf der Hausmesse 2026 von Grob in Mindelheim zu sehen

    Hausmesse der Firma Grob 2026
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    Die Mindelheimer Firma Grob präsentiert sich derzeit bei ihrer Hausmesse. Kommen Sie mit zu einem Rundgang über das Messegelände.

    Selbst in kleinstem Rahmen kostet ein solches Fest eine sechsstellige Summe

    Die Chefetage von Grob wird sich diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht haben. Denn natürlich ist eine 100-jährige Firmen- und Familiengeschichte etwas, auf das man stolz sein kann, etwas, wofür man sich selbst mal auf die Schulter klopfen kann und das einen für die nächsten 100 Jahre antreibt. Ein solches Fest kann für gute Stimmung und mehr Motivation bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgen.

    Doch intern, so ist zu hören, gab es auch an dieser „kleineren“ Lösung immer wieder Kritik. Immerhin ist man bei einer Firma in der Größenordnung der Grob-Werke selbst bei der „kleinen Lösung“ schnell bei einer sechsstelligen Summe für eine solche Feier, während anderswo im Betrieb geschaut wird, an welchen Stellen gespart werden kann. Das passt nicht zusammen. Die Absage für Juli war somit sicher eine schwierige, aber wirtschaftlich gesehen die einzig richtige Entscheidung.

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