Die 13 Mitglieder des Mindelheimer Kinderparlaments haben im Rathaus den Kipa-Preis 2026 für die kinderfreundlichste Person, Institution oder Einrichtung verliehen. Preisträger ist die Jugendfeuerwehr. Grundlage der Auszeichnung war eine breit angelegte Abstimmung unter den Grundschülern der Stadt.
„Alle Kinder konnten Vereine oder einzelne Personen vorschlagen. Anschließend haben wir im Kinderparlament über die Vorschläge abgestimmt und so die Nominierten ausgewählt“, erklärte Kipa-Sprecher Finjas Schneider. Gewählt haben schließlich alle Grundschulkinder.
Schüler geben 490 Stimmen für ihre Favoriten ab
Um eine hohe Beteiligung zu erreichen, hatten die jungen Parlamentarier die Wahl umfassend vorbereitet. „Wir haben Stimmzettel vorbereitet und an die Klassensprecher verteilt. In der Pausenhalle haben wir außerdem Plakate aufgehängt, damit sich alle Kinder über die Nominierten informieren konnten“, berichtete der neunjährige Finjas. Jeder Schüler hatte zwei Stimmen. Insgesamt wurden 490 Stimmzettel abgegeben.
Nominiert waren die Malteser Jugend, der Velo Club, die Pfadfinder, die Jugendfeuerwehr sowie der Rotary Club. Entsprechend groß war die Spannung im Sitzungssaal des Rathauses bei der Preisverleihung. Am Ende belegte der Rotary Club den dritten Platz, gefolgt von den Pfadfindern auf Rang zwei. Den Titel „kinderfreundlichste Institution des Jahres“ sicherte sich die Jugendfeuerwehr Mindelheim. Gewürdigt wurde deren Einsatz nicht nur bei Katastrophen oder bei der Vermittlung von Wissen rund ums Löschen, Retten und Sichern. Besonders hervorgehoben wurde auch, dass die Jugendfeuerwehr „coole Ausflüge und Aktionen macht“ und mit ihrer Figur „Löschi“ bei vielen Veranstaltungen präsent ist. Jugendwart Michael Mayer bedankte sich für die Auszeichnung.
Bürgermeister Michael Schindler würdigte das Engagement des Kinderparlaments. Er nannte die Kinder „Stadträte der Zukunft“ und betonte, dass auch sie zu den Gewinnern zählen: „Denn ihr vertretet alle Kinder in Mindelheim und entscheidet für sie mit.“
Finjas Schneider hebt Bedeutung des Kinderparlaments hervor
Das Kinderparlament trifft sich regelmäßig jeden Dienstag. Interessierte Kinder können sich bei Florian Kastenmeier, dem Leiter der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Mindelheim, melden (E-Mail: florian.kastenmeier@kjr-unterallgaeu.de). Für Finjas Schneider steht fest, wie wichtig die Arbeit des Gremiums ist: „Kinder dürfen bei den Wahlen der Erwachsenen noch nicht mit abstimmen, aber unsere Meinung sollte trotzdem gehört werden. Das Kinderparlament ist dafür ein guter Anfang.“ Er selbst möchte im Kipa bleiben: „Es macht Spaß und man lernt viel Neues, zum Beispiel über Demokratie und wie Abstimmungen funktionieren.“
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