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„Nach der Ausbildung werde ich Chef“: So gelingt der Start in der Gastronomie in Bad Wörishofen

Bad Wörishofen

„Nach der Ausbildung werde ich Chef“: So gelingt der Start in der Gastronomie

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    Dovudjon Pirov (rechts) kam vor drei Jahren aus Tadschikistan, um sich im Hotel „Der Sonnenhof“ in Bad Wörishofen zur Fachkraft für Restaurant und Veranstaltungsgastronomie ausbilden zu lassen. Für die bestandene Abschlussprüfung erhielt er den Berufsschulpreis. Im Sonnenhof schloss auch Maximilian Kärcher (links) die gleiche Ausbildung mit einem Durchschnitt von 1,5 ab und bekam einen Landkreispreis. Isaam Snoussi (Mitte), der im Skyline Park zur Fachkraft für Systemgastronomie ausgebildet wurde, erhielt einen Schulpreis. Er war 2022 aus Marokko nach Ettringen gezogen.
    Dovudjon Pirov (rechts) kam vor drei Jahren aus Tadschikistan, um sich im Hotel „Der Sonnenhof“ in Bad Wörishofen zur Fachkraft für Restaurant und Veranstaltungsgastronomie ausbilden zu lassen. Für die bestandene Abschlussprüfung erhielt er den Berufsschulpreis. Im Sonnenhof schloss auch Maximilian Kärcher (links) die gleiche Ausbildung mit einem Durchschnitt von 1,5 ab und bekam einen Landkreispreis. Isaam Snoussi (Mitte), der im Skyline Park zur Fachkraft für Systemgastronomie ausgebildet wurde, erhielt einen Schulpreis. Er war 2022 aus Marokko nach Ettringen gezogen. Foto: Marcus Barnstorf

    Fachkräftemangel überall, auf der anderen Seite junge Menschen, die in den Arbeitsmarkt einsteigen wollen: Wie dieser Stadt in den gastronomischen Berufen gelingen kann, darum ging es in Bad Wörishofen. Schnell wurde klar, wohin dabei viele zielen: nach ganz oben.

    „Fast Career – Azubis auf steiler Karriereleiter: Nach der Ausbildung werde ich Chef!“ war die Podiumsdiskussion an der Berufsschule Bad Wörishofen überschrieben, moderiert von Franziska Seivert. Sie ist nicht nur seit fünf Jahren Teil des Lehrerkollegiums, sondern wurde selbst einst am Hotelempfang ausgebildet wurde. Wolfgang Haschner, Leiter der Beruflichen Bildung bei IHK Schwaben, warnte in der Runde allerdings davor, den Weg an die Spitze zu überstürzen. Nicht jede oder jeder sei direkt nach der Ausbildung bereit für eine Führungsrolle – Erfahrung und die Erlaubnis, Fehler machen zu dürfen, seien essenziell. Auch Gottfried Göppel, Leiter der Berufsschule Mindelheim, unterstrich die Bedeutung von nachhaltiger Entwicklung: Das Fachpersonal von heute sei das Führungspersonal von morgen.

    Was von künftigen Führungskräften in der Gastro-Branche erwartet wird

    Die frisch ausgebildete Kauffrau für Hotelmanagement, Alea-Marie Ranneberg, äußerte sich differenziert. Eine leitende Position sei nicht nur eine Frage des Fachwissens, sondern auch der persönlichen Reife. Ein Führungsstil müsse wachsen und dürfe nicht durch zu hohen Erwartungsdruck erstickt werden. Bürgermeister Stefan Welzel rief dazu auf, Chancen und Risiken gleichermaßen zu betrachten und auch alternative Perspektiven zuzulassen.

    Praktische Impulse lieferte Florian Lingenfelder, Inhaber des Hotels „König Ludwig“ in Schwangau. Die Ausbildung sei ein wertvolles Fundament, doch Berufserfahrung sei nötig, um als Führungskraft später auch selbst ausbilden und begleiten zu können. Er plädierte für ein bewusstes Tempo: nicht auf der linken Überholspur, sondern mit klarer Orientierung und realistischer Selbsteinschätzung. Talente müssten erkannt und gefördert werden, aber auch mit Verantwortung und Augenmaß. An Talenten wiederum mangelt es nicht. Alleine die Berufschul-Außenstelle Bad Wörishofen entließ 122 Absolventinnen und Absolventen.

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