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Organspende bleibt Streitthema: Widerspruchslösung ist laut Experte überfällig

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Mediziner mit klarer Meinung: „Organe gehören nicht in den Sarg“

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    Sein Herz verschenken kann man nicht nur zu Lebzeiten: Mit dem Thema Organspende befasst sich ein Informationsabend in Mindelheim.
    Sein Herz verschenken kann man nicht nur zu Lebzeiten: Mit dem Thema Organspende befasst sich ein Informationsabend in Mindelheim. Foto: Jenny Sturm/stock.adobe.com

    Er ist Grenzgänger und Menschenfreund, war in den 1980er-Jahren Handball-Nationalspieler und später Chefarzt der Transplantationschirurgie am heutigen Universitätsklinikum Augsburg, wo er unzählige Leben rettete: Prof. Dr. Matthias Anthuber hat in der Chirurgie Maßstäbe gesetzt. Am Dienstag, 14. April, um 19 Uhr, ist der 67-Jährige auf Einladung des Rotary Clubs (RC) Mindelheim und des Gymnasiums am Maristenkolleg im Forum zu Gast, um bei einer Podiumsdiskussion mit BR-Moderatorin Anouschka Horn, Notarin Marion Strümpell, Transplantationskandidat Thomas Kraus und Klinikseelsorger Michael Saurler über sein Lebensthema Organspende zu sprechen.

    Prof. Dr. Matthias Anthuber ist ein international anerkannter Viszeralchirurg. Über das Thema Organspende spricht er am Dienstag, 14. April, im Mindelheimer Forum.
    Prof. Dr. Matthias Anthuber ist ein international anerkannter Viszeralchirurg. Über das Thema Organspende spricht er am Dienstag, 14. April, im Mindelheimer Forum. Foto: Klinikum Vincentinum

    Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Thema Organspende?

    ANTHUBER: Durch Zufall bin ich 1984 während meines praktischen Jahres am Klinikum Großhadern in dieses Gebiet „hineingerauscht“. Die erste Herztransplantation eines jungen Menschen hat mich so tief beeindruckt, dass ich dachte: Es ist unfassbar, dass so etwas möglich ist – und wie gut es funktioniert. Seitdem bin ich dabeigeblieben.

    Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation der Organspende in Deutschland?

    ANTHUBER: Wenn ich sehe, wie wenig erfolgreich trotz intensiver Bemühungen die Organspende in den vergangenen Jahren verlaufen ist, macht mich das betroffen. Die Lage wird immer schlechter und für viele Patienten immer aussichtsloser. Täglich sterben zwei bis drei Menschen auf der Warteliste, weil sie kein Organ erhalten.

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