Es seien die schlimmsten 90 Minuten seiner Trainerlaufbahn gewesen, sagt Marcus Eder. Das lag daran, dass der Trainer des TSV Mindelheim bei einer Familienfeier weilte, während seine Mannschaft am vergangenen Wochenende gegen die SpVgg Kaufbeuren um die vorzeitige Qualifikation zur Landesliga spielte. „Ich habe mich über den Halbzeit- und den Endstand informieren lassen“, sagt Eder. Als der Aufstieg dann feststand, war die Feier umso entspannter.
Am Samstag wird Eder wieder auf der Bank sitzen, wenn seine Mannschaft im vorletzten Saisonspiel beim TSV Babenhausen antritt. Angesichts der Tabellenstände der beiden Vereine hat das Unterallgäuer BOL-Duell nicht mehr die große sportliche Brisanz: Babenhausen hat keine Chance mehr auf das Erreichen der Landesliga, Mindelheim steht als Aufsteiger fest. Ein Derby ist und bleibt jedoch gleichwohl ein Derby.
„Ich denke, dass sich Babenhausen unbedingt mit einem Heimsieg aus der Bezirksoberliga verabschieden will“, sagt Eder. Er hat viel Respekt vor den Babenhausener, die seiner Meinung nach über ähnliche Mittel verfügt, wie der TSV Mindelheim. „Sie haben auch verdammt viel aus ihren Möglichkeiten gemacht.“ Am Ende hat es zwar für die Landesliga nicht gereicht, aber die zwei Jahre in der Bezirksoberliga waren durchaus ein Ausrufezeichen vom TSV Babenhausen.