Einen Punkt aus Kirchheim mitnehmen, das war das Minimalziel des TSV Mindelheim beim Kreisligaderby am finalen Spieltag, und die Kreisstädter brachten diese Vorgabe erfolgreich über die Ziellinie. Zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung liegend, kassierte Mindelheim zwar spät noch den Ausgleich, beseitigte mit dem Remis aber alle Zweifel am Klassenerhalt.
Nur Abwehr, hatte Mindelheims Coach Karlheinz Schabel offensichtlich nicht als Marschroute für die wichtige Begegnung beim TSV 1863 Kirchheim ausgegeben. Obwohl ersatzgeschwächt angetreten, startete Mindelheim ohne erkennbare Nervosität und sehr offensiv ausgerichtet in die Partie.
Auf der Gegenseite hatte Kirchheim den Ligaerhalt bereits sicher in der Tasche, war aber dennoch nicht gewillt, Punkte zu verschenken: Derby ist eben Derby.
Mit sehr geradlinigem und auf Ballbesitz bedachtem Spiel nach vorne, suchte also Mindelheim den Erfolg.
Torjäger Daniel Geiger war bei der Mindelheimer Abwehr gut aufgehoben
Oftmals mit weiten Bällen in die Spitze wollten die Gastgeber dagegen, ihren Torjäger Daniel Geiger in Szene setzen. Der war jedoch an diesem Tag bei Mindelheims Abwehr bestens aufgehoben, und so gelang es dem Goalgetter nicht, seine Gefährlichkeit unter Beweis zu stellen.
Von ein paar Strafraumszenen abgesehen, sparte die erste Hälfte allerdings weitgehend mit Aufregern. Trotz eines leichten Mindelheimer Übergewichts, wurden beim Stand von 0:0 schließlich die Seiten gewechselt.
Im zweiten Abschnitt nahm die Partie aber richtig Fahrt auf, und das sofort nach Wiederanpfiff.
Dramatik pur in der Kreisklasse Allgäu 2
Vom Anstoß weg drängte Kirchheim nach vorne und aus halbrechter Position im Strafraum der Gäste versenkte Luca Müller den Ball zum 1:0 im Mindelheimer Netz. Das war doch ein etwas überraschender Paukenschlag.
Mit einem Doppelschlag gab der TSV Mindelheim dem Spiel die entscheidende Wende
Dennoch blieb Mindelheim seiner taktischen Linie treu und kam nach etwa einer Stunde mehr als zurück. Mit einem Doppelschlag gaben die Kreisstädter dem Spiel die entscheidende Wende.
Nach einem Kirchheimer Foul im eigenen Strafraum deutete der Unparteiische folgerichtig auf den Punkt. David Kinele nutzte die Chance souverän und verwandelte den Elfmeter unhaltbar zum 1:1-Ausgleich.
Und ein zweiter Standard brachte unmittelbar danach sogar die Führung für Mindelheim. Bei einem Eckball von links stieg Vincent Priewe am kurzen Pfosten am höchsten. Mit dem Kopf verlängerte er den Ball zum zweiten Mindelheimer Treffer in die Maschen.
Mit einem Flachschuss aus etwa 25 Metern glich Christoph Ullmann zwar in der 77. Minute zum 2:2 aus, am Ende aber blieb es beim Unentschieden.
Ohne fremde Hilfe hatte sich der TSV Mindelheim damit selbst und auch verdient für die nächste Saison in der Kreisliga qualifiziert. Aber auch Kirchheim konnte als Aufsteiger zurecht den Ligaerhalt feiern. So können sich die Fans auf die beiden Derbys in der nächsten Saison freuen.
„Die Jungs können wirklich stolz sein, auf ihre Leistung. Sie haben aus eigener Kraft die Klasse gehalten und waren so nicht mehr auf andere angewiesen. Schon die letzten Spiele war die Mannschaft sehr engagiert und hat sich nun selbst belohnt“, lobte Mindelheims Coach Karlheinz Schabel sein Team.
So haben sie gespielt:
TSV 1863 Kirchheim: Bucher, Ullmann, Zips, Reichle, Baur, Huber, Kreuzer, Geiger, Ziegler-Freisinger, Müller, Heinzelmann, Schmid, Westermaier
TSV Mindelheim: Zech, Hefele, Miller, Mörstedt, Schulz, Räth, Priewe, Imad Hassan, Wölfle, Mack, Kienle, Reischl, Omerasevic
Tore: 1:0 Luca Müller (47.), 1:1 David Kienle (60./FE), 1:2 Vincent Priewe (63.), 2:2 Christioph Ullmann (77.)
Zuschauer: 180
Schiedsrichter: Linus Hell
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