Unterallgäu: Diese Menschen sind die Gesichter des Sommers im Unterallgäu
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Diese Menschen sind die Gesichter des Sommers im Unterallgäu
Foto: Ulla Gutmann
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Diese Menschen sind die Gesichter des Sommers im Unterallgäu
Was wären die Freibäder, Eisdielen und Biergärten ohne ihre Mitarbeiter? Sie erleben den Sommer ganz anders als wir. Wie, das haben sie uns erzählt.
Von Ulla Gutmann|12.09.23 - aktualisiert:
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Während andere im Wasser planschen, sich im Biergartenschatten ein Radler gönnen oder in der Eisdiele einen Eisbecher genießen, gibt es Menschen, für die perfekte Sommertage vor allem eins bedeuten: viel Arbeit. Wir haben fünf Unterallgäuerinnen und Unterallgäuer gefragt, wie sie den Sommer erleben.
Inge Siebert mag den Kontakt zu den Freibad-Gästen
Inge Siebert aus Mindelheim arbeitet schon seit 27 Jahren im Freibad in Mindelheim als Eintrittskarten-Verkäuferin, dies auch im Winter im städtischen Hallenbad. „Im Sommer ist das mehr Arbeit und mit längeren Arbeitszeiten verbunden“, wie sie sagt, aber das Draußensein im Freien und der Kontakt zu vielen netten Leuten macht ihr Spaß. Schön findet sie „ihr Freibad“, jetzt nach der Renovierung und es wird gut angenommen, mehr Besucherinnen und Besucher kommen. Inge Siebert arbeitet von Montag bis Sonntag, eine Wochenschicht, in der folgenden Woche übernimmt eine Kollegin ihre Aufgaben. Und wenn das Wetter schlecht ist, hat sie auch mal zusätzlich frei!
Inge Siebert aus Mindelheim arbeitet schon seit 27 Jahren im Freibad in Mindelheim als Eintrittskarten-Verkäuferin.Foto: Ulla Gutmann
Siegmund Weber kommt auch als Ruheständler ins Mindelheimer Freibad
Siegmund Weber ist eigentlich schon im Ruhestand. Aber er wird noch gebraucht und als man ihn bat, auszuhelfen, hat er eingewilligt. Er kennt so viele nette Badegäste und freut sich, wenn er sie im Mindelheimer Freibad trifft, wo er dieses Jahr wieder als Bademeister arbeitet. „Ich habe gerne mit Leuten zu tun und das Ambiente hier im Bad ist wunderschön! Ein Top-Bad ohne Zweifel!“ Auch ist er gerne draußen an der frischen Luft. Seit 1984 arbeitet er in den Mindelheimer Bädern, Freibad wie Hallenbad und ist eigentlich seit zwei Jahren in Rente. Seine Erfahrung ist, dass er, wenn richtig viel los ist, nicht mehr aufpassen muss als bei wenig Betrieb, denn die Badegäste schauen aufeinander.
Siegmund Weber ist eigentlich schon im Ruhestand, aber er hilft gern im Mindelheimer Freibad mit.Foto: Ulla Gutmann
Pedro Savimondo macht im Sommer 28 verschiedene Eissorten
Pedro Savimondo ist Juniorchef im „Gelatiamosi Eis & Cafe“, am Marienplatz in Mindelheim. Ab Mitte Februar hat das Eiscafé geöffnet, ab Mai ist Hochbetrieb und im November fliegt er mit seiner Familie zurück in seine Heimat Brasilien, wo dann schon wieder Sommer ist. In der Hochsaison gibt es 28 verschiedene Sorten Eis, alle selbst gemacht, da muss er um 6 Uhr aufstehen. Zwar darf das Eis drei Tage lang aufbewahrt werden, aber an guten Tagen ist es nach einem Tag ausverkauft. Pedro Savimondos Großvater, seine Elten und sein Onkel verkauften schon Eis, so war sein Beruf vorbestimmt. Mindelheim empfindet er als eine ruhige, schöne Stadt, den Marienplatz fürs Café ideal.
Pedro Savimondo ist Juniorchef im „Gelatiamosi Eis & Cafe“, am Marienplatz in Mindelheim. Foto: Ulla Gutmann
Nach Feierabend kann Helena Leinsle in der Bedernauer Therme schwimmen
Helena Leinsle arbeitet immer sonntags in der Therme in Bedernau, kocht und bedient die Badegäste, die hungrig oder durstig sind. Die Mindelheimerin macht das nur als Nebenjob, genießt dabei die familiäre Atmosphäre und den Kontakt zu netten Menschen sehr. „Es macht mich glücklich, den Leuten etwas Gutes zu tun, zu sehen, dass sie sich hier wohlfühlen“, sagt sie. Sie freut sich an der Natur rund ums Bad und mag auch kein Chlorwasser. Wenn sie um 17 Uhr Dienstschluss hat, kann sie selbst noch ein paar Runden im Wasser schwimmen - das liebt sie. „Es fühlt sich hier nicht wie richtige Arbeit an, weil es so viel Spaß macht“, schwärmt sie.
Helena Leinsle arbeitet immer sonntags in der Therme in Bedernau, kocht und bedient die Badegäste, die hungrig oder durstig sind. Foto: Ulla Gutmann
Für Johannes Scheitle ist die Arbeit in der Katzbrui-Mühle wie ein Training
Johannes Scheitle arbeitet von März bis in den September als Kellner - oder korrekt: als Restaurantfachkraft - in der Katzbrui-Mühle bei Köngetried. Die „traumhaft schöne Umgebung, der gute Zusammenhalt und die netten Kollegen, mit denen man auch Spaß hat“, schätzt er dabei sehr. Er verbindet schöne Kindheitserinnerungen mit der Katzbrui-Mühle, war mit seinen Eltern dort und ist hier spazierengegangen. Dazu hat er Erfahrung mit der Arbeit in der Gastronomie. Im Winter ist er Eishockeyspieler, die letzten zwei Jahre in Ulm. Die Arbeit in der Katzbrui-Mühle ist dabei auch ein bisschen Training, wie er zugibt, denn da muss man ganz schön viel laufen.
Johannes Scheitle arbeitet von März bis in den September als Kellner, oder korrekt als Restaurantfachkraft in der Katzbrui-Mühle bei Köngetried. DieFoto: Ulla Gutmann