Viele Unterallgäuer nutzen schon die Osterferien für einen Kurztrip, andere planen in diesen Wochen den großen Urlaub im Sommer. Doch angesichts der weltpolitischen Lage und den oftmals unguten Neuigkeiten rund um Reisewarnungen, Flugstreichungen und erschwerten Rückreisen stellt sich heuer auch die Frage: „Wohin kann man denn aktuell überhaupt noch reisen?“
Diese Frage haben wir dem Team von Frundsberg-Reisen in Mindelheim gestellt. Die Experten berichten aus erster Hand, welche Auswirkungen Kriege und die allgemein sehr angespannte Situation im Nahen Osten für die Reise- und Tourismusbranche – und damit auch für den Urlaub eines jeden Einzelnen – haben.
Der Nahost-Konflikt hat Auswirkungen auf die Reisemöglichkeiten der Unterallgäuer
„Das Thema ist gerade tatsächlich heikel, weil sich die Sicherheitslage und die Reisebedingungen in vielen Teilen der Welt seit Beginn des Kriegs im Iran Ende Februar deutlich verändert haben“, so das Team rund um Michael Seitz. So hat das Auswärtige Amt die Liste mit den Reisewarnungen erneuert und angepasst. Eine Reisewarnung wird ausgesprochen, wenn für die Urlauber eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Das ist aktuell beispielsweise im Iran, Irak, Libanon, Syrien, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait oder im Oman der Fall. Es gilt der dringende Appell, Reisen in diese Länder zu unterlassen.
Dies sind zwar nicht unbedingt die Endziele der Urlauber, aber oftmals wichtige Knotenpunkte bei Transit-Flügen, also Flügen mit Zwischenstopp. „Diese werden zwar mittlerweile wieder aufgenommen, dennoch kommt es aufgrund der Störungen im Luftraum immer wieder zu Flugstreichungen oder Umbuchungen. Das ist oft nur sehr kurzfristig verlässlich einzuschätzen und ändert sich schnell“, so das Team.
Doch ist das nun der Grund für die Unterallgäuer, ihren Urlaub vielleicht doch lieber auf dem heimischen Balkon zu verbringen? Nicht unbedingt, wissen die Experten. Die Reisenden, die Störungen oder Probleme erwarten, sagen ihren Urlaub nicht zwangsläufig ab – sondern buchen um. Es gibt nach wie vor Reiseziele, die problemlos angesteuert werden können. Dafür muss man auch gar nicht allzu weit schauen. „Innerhalb Europas gilt die Lage weiterhin als stabil. Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland, Italien, Kroatien, Österreich, Frankreich oder Skandinavien sind derzeit ohne Einschränkungen und bedenkenlos zu bereisen“, so die Experten aus Mindelheim. „Auch für die türkische Riviera gibt es noch gute Angebote zu vernünftigen Preisen.“
Empfehlenswert für Kurzentschlossene seien jedoch insbesondere die Kanarischen Inseln, Madeira, Zypern oder Griechenland. Hier ist es sonnig, man kann die Länder gut erreichen und sie sind politisch stabil. Nur die Wassertemperaturen sind aktuell vielleicht noch etwas frischer. Möchte man einen sicheren Badeurlaub machen, könnte auch die Karibik das ideale Ziel sein.
Das Team im Reisebüro war bis zu 18 Stunden am Tag erreichbar
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reisebüros waren es herausfordernde Wochen. „Wir waren an sieben Tagen oftmals 18 Stunden und mehr hier im Büro erreichbar.“ Denn auch Unterallgäuerinnen und Unterallgäuer waren in den Drehkreuzen, vor allem in Dubai, Doha und Abu Dhabi gestrandet, da Flüge umgeleitet oder gestrichen wurden. Alternative Flüge sind dann oft rar und teuer. „Wir waren mit unseren Gästen aber immer in Kontakt und konnten alle, teils verspätet, aber sicher, aus den Urlaubsländern wieder nach Hause bringen“, so Michael Seitz.
Rekordverdächtig ist sicher ein Rückflug, der ganze 17 Mal umgebucht werden musste, bis der Urlauber wieder in der Heimat war. Nach den noch nicht allzu weit zurückliegenden Herausforderungen in der Corona-Zeit musste sich das Team im Reisebüro einmal mehr als zuverlässiger Partner in der Krise beweisen.
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