Ein Meer aus 330 bunten Rosen steht bereit. Die Mitglieder des SMV-Teams lächeln glücklich, denn gleich werden viele Herzen höher schlagen. „Der Valentinstag ist einfach was Schönes“, findet Schülersprecherin Isabelle Marek und öffnet gespannt die Tür zum ersten Klassenzimmer.
Das 42-köpfige SMV-Team des Joseph-Bernhart-Gymnasiums Türkheim hat mit den Verbindungslehrern Anna Sophie Schäffer und Maurice Kahre eine Aktion zum Valentinstag auf die Beine gestellt, die sehr viele Menschen glücklich machte.
Wenn Blumenboten in Türkheim Amor spielen
Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte hatten in den vergangenen zwei Wochen die Möglichkeit, Rosen wahlweise in den Farben Rot, Rosa, Gelb, Lila oder Weiß für einen lieben Menschen zum Valentinstag vorzubestellen, der Absender blieb anonym. Das Angebot kam unfassbar gut an, stolze 330 Rosen wurden gekauft. In Kleingruppen verteilten die SMVler das bunte Blumenglück gestern am letzten Schultag vor den Faschingsferien. „Ich find´s mega cool, wir können Amor spielen“, freute sich Lea Meyer und hielt strahlend einen Eimer weißer Rosen in den Armen.
Das Schönste an der Aktion sei das Gefühl der Gemeinschaft und der Fürsorge, fand Naila Roth aus dem Organisationsteam, auch Vivien Dean war begeistert. „Es ist eine nette Geste, wenn man was verschenkt“, fand sie, besonders berührt habe sie die Tatsache, dass Menschen Rosen für Mitschülerinnen und -schüler gekauft haben, die sonst vielleicht keine bekommen hätten. „Ich finde es schön zu sehen, dass sich viele eine kleine Freude machen“, betonte Isabelle Marek und genau diese Freude durfte sie mit einem kleinen SMV-Team beim Verteilen der Rosen live miterleben.
Eine rote Rose bringt ein zehnjähriges Mädchen zum Strahlen
In einer fünften Klasse lag echte Romantik in der Luft. Ein zehnjähriges Mädchen bekam eine rote Rose geschenkt, wohl wissend, von wem sie diese erhalten hatte. „Wir sind seit dem Kindergarten verliebt“, verriet sie und lächelte glücklich. Ihr Klassenkamerad hatte zu seinem Erstaunen eine rote und eine gelbe Rose erhalten. „Ich habe es nicht erwartet, es ist irgendwie toll“. Viele Mädchen bekamen bunte Rosen überreicht. „Ich finde es schön, weil das heißt, dass man gute Freunde hat“, erzählte eine junge Dame, viele fanden die Aktion einfach nur „super cool“. Auch die Jungs freuten sich über blumige Geschenke und begleiteten die Rosenübergabe in einer neunten Klasse gerne mit einem inbrünstigen Oooohhh. „Sehr nett“, fand ein junger Mann seine zwei gelben Rosen, und auch die Tatsache, „dass man anonym Rosen schenken kann“. Es sei ein „cooles Projekt, das man zusammen machen kann“, fand ein Schüler einer zehnten Klasse, in der sich auch „Kumpels“ untereinander Blumen schenkten und sich sichtlich daran erfreuten. „Ziemlich cool, ich freu mich sehr.“
Entstanden sei die Aktion relativ spontan, erzählte Isabelle Marek, innerhalb von zwei Wochen sei sie durch das Team gut umgesetzt worden. „Wir wollten das unbedingt machen“, bestätigte Verbindungslehrerin Anna Sophie Schäffer, auch Verbindungslehrer Maurice Kahre lächelt. Vor lauter Begeisterung hatte er gleich für alle Schülerinnen und Schüler in seinem Mathe-Kurs eine Rose bestellt. „Darum geht es ja, eine kleine Freude zu machen.“ Und diese Freude wurde durchaus auch an Lehrkräfte verschenkt. Von ihren zwölf bestellten Rosen gehe die Hälfte an Lehrkräfte und die andere Hälfte an ihre Freundinnen, verriert eine 15-Jährige vergnügt. Dass alle Altersgruppen Rosen verschenkt haben, gefiel auch Schulleiter Josef Reif gut, „es ist eine schöne Aktion für alle“.
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