1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. 50-Millionen-Bau im Dichterviertel wächst in die Höhe

Ulm

18.01.2017

50-Millionen-Bau im Dichterviertel wächst in die Höhe

Ein Blick vom Gerüstturm an der B10 auf die Baustelle im nördlichen Dichterviertel. Hier entstehen 74 Wohnungen und ein Vier-Sterne-Hotel. Im Hintergrund sind der Eselsberg und die Ludwig-Erhard-Brücke zu erkennen.
Bild: Pro Invest

Im Ulmer Dichterviertel entstehen 74 neue Wohnungen und ein Vier-Sterne-Hotel. Im Frühjahr nächsten Jahres sollen die Gebäude fertig sein.

Alle reden über die Großbaustellen am Ulmer Hauptbahnhof. Doch auch in 250 Meter Luftlinie Entfernung ragen Baukräne in die Höhe. Im nördlichen Dichterviertel zwischen der innerstädtischen B10 und den Gleisanlagen entstehen derzeit 74 neue Wohnungen und ein neues Vier-Sterne-Hotel. Der Gebäudekomplex wächst Stück für Stück. Momentan laufen die Rohbauarbeiten im ersten Obergeschoss auf Hochtouren. „Wir wollen im Juni mit dem Rohbau fertig sein“, sagte Rainer Staiger, Geschäftsführer der Ulmer Firma Pro Invest. Diese steckt mehr als 50 Millionen Euro in das Vorhaben. „Im Frühjahr nächsten Jahres wird alles fertig“, zeigt sich Staiger zuversichtlich.

Eine Fernwärmeleitung, die verlegt werden musste, hatte voriges Jahr zu einer Verzögerung geführt. Doch jetzt liegen die Arbeiten Staiger zufolge wieder im Zeitplan. Der erste Bauabschnitt umfasst fünf Wohngebäude mit insgesamt 74 Wohnungen sowie 179 Tiefgaragenstellplätzen. Passend zum Dichterviertel erhielten die verschiedenen Abschnitte Namen wie „Poeta“ oder „Lyrika“. Ein Großteil der Eigentumswohnungen ist bereits verkauft. Zu den Käufern zählen institutionelle Anleger wie Fonds und Versicherungen, Privatinvestoren, aber auch Eigennutzer. Darunter seien sowohl Ulmer als auch Leute, die nach Ulm ziehen wollen, sagte der Geschäftsführer. 20 Mietwohnungen sollen nach den Richtlinien der Stadt Ulm für preisgünstigen Wohnraum errichtet werden. Insgesamt stehen etwa 6700 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Ein Gebäudeteil namens „Domus in medio“ soll im Erdgeschoss Flächen für Dienstleistungen und Gastronomie bieten und auf einen neu gestalteten Stadtplatz hinführen.

Entlang des Hindenburgrings entsteht als auffälligstes Gebäude des Ensembles ein Vier-Sterne-Hotel mit 148 Zimmern, eigenem Restaurant, Konferenzräumen und einem Veranstaltungsraum, der auch von Privatleuten genutzt werden kann, sowie Büroräumen. Betrieben wird das „Leonardo Royal“ von der europäischen Division der israelischen Fattal-Gruppe. In der Hotelbranche in der Doppelstadt, die in den vergangenen Jahren bereits erheblich in Bewegung geraten ist, dürfte der Druck damit noch größer werden, zumal weitere Hotel-Neubauten in Planung sind. Allerdings erwarten Experten durch Stuttgart 21 und den Umbau am Bahnhof auch einen weiteren Schub für den Standort Ulm.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Rainer Staiger jedenfalls sieht großen Zuspruch für die Pläne im Dichterviertel, das langfristig zu einem attraktiven Viertel für Wohnen und Dienstleistung werden soll. „Wir werden voraussichtlich im Frühjahr erste Vorbereitungsgespräche mit der Stadt für den zweiten Bauabschnitt führen“, sagte Staiger. Im zweiten Quartal könnte dann bereits mit dem Bebauungsplanverfahren begonnen werden. Es habe bereits Anfragen für verschiedene Arten der Nutzung gegeben. Der nächste Abschnitt liegt südlich der jetzigen Baustelle. Weitere sollen folgen. Platz genug ist vorhanden.

Das Areal, das in den nächsten Jahren Stück für Stück bebaut werden soll, befindet sich zwischen Innerer Wallstraße, Mörikestraße und Kleiststraße. Westlich davon ist der Hindenburgring. In 250 Metern Entfernung in östlicher Richtung liegt der Ulmer Hauptbahnhof, im Süden die Kleine Blau. Früher wurde das Grundstück von der Firma Wagner und Hefele genutzt. Danach lag es jahrelang brach. Bevor gebaut werden konnte, mussten daher Altlasten beseitigt werden. Auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst war im Einsatz, fand jedoch nichts Gefährliches. Wegen der Beschaffenheit des Untergrunds stehen die Gebäude auf Pfählen, die 14 bis 16 Meter tief in den Boden gerammt wurden.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

23.01.2017

Ein schönes Beispiel dafür, dass es selbst bei einer Bauzeitverzögerung/Schwierigkeiten im Zeitplan eine positive Wendung geben kann. Mit qualifiziertem Fachpersonal und vorausschauendes Management kann man das Ruder immer wieder umreißen und weiterhin erfolgreich bleiben.

Rainer Proksch Consulting

Permalink
Lesen Sie dazu auch
AGS_1583.jpg
Ulm

Wo sollen in Ulm die Hunde toben?

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket