Pfaffenhofen Wenn es auf der Landstraße kracht, zählt oft jede Sekunde: Bei Unfällen sind die Feuerwehrleute meist zuallererst zur Stelle – sie müssen die Verletzten möglichst schnell aus den Fahrzeugen befreien, die Zeit drängt. Eine wichtige Aufgabe, die auf großen Einsatzwillen baut: Ohne viele Stunden ehrenamtliche Arbeit liefe bei der Feuerwehr gar nichts. Deshalb brauchen die Löschkräfte stets engagierten Nachwuchs. Die Pfaffenhofener Feuerwehrleute brauchen sich über mangelndes Interesse keine Sorgen zu machen. Sie haben eine große Fangemeinde. Dies wurde nun bei einem Tag der offenen Tür deutlich. Der Berufswunsch vieler kleiner Besucher war jedenfalls schon klar vorgegeben. „Bei einem schwereren Unfall bleibt den Rettungskräften extrem wenig Zeit“, erklärt Matthias Stölzle, Kommandant der Feuerwehr Pfaffenhofen. Innerhalb einer Stunde nach dem Unfall sollte der Verletzte im Krankenhaus behandelt werden. Diese Stunde, unter Rettern auch „golden hour“ genannt, gilt als Daumenregel – denn bei schweren Verletzungen sinkt mit verstreichender Zeit die Überlebenswahrscheinlichkeit aufgrund des erlittenen Schocks. Die technischen Geräte müssen deshalb so schnell wie möglich zum Einsatz kommen.
Andrang