Donnerstagabend, 20.15 Uhr: 250 Elchinger, Thalfinger und Neu-Ulmer im Fernsehen bei Jörg Pilawa. Der Grund: Der Thalfinger Pfarrer Ernst Burmann hatte es in die Endrunde von Pilawas Show „Deutschlands Superhirn“ geschafft. Seine Wette gewann der 63-Jährige, den Titel „Deutschlands Superhirn“ verlieh das Berliner Publikum jedoch einem blinden 16-Jährigen. „Es war eine tolle Sache für Elchingen“, sagt Burmann, der mit seinen Wettpartnern am Montagmorgen um drei Uhr aus Berlin zurückgekehrt war. Den Einzug der Elchinger und Neu-Ulmer ins Fernsehstudio, deren Fingerabdrücke Burmann zu erkennen gewettet hatte (die NUZ berichtete), sah man in der ZDF-Fernsehshow nicht.
Eine beeindruckende Kulisse hatte das ZDF in Berlin aber dennoch geschaffen – mit leeren Kirchenbänken, auf denen die Bayern Platz nehmen durften, und mit einer Kirchenfenster-Installation wurden Pfarrer Ernst Burmann und seine Wettpartner empfangen. „Ein wunderbares Bild“, erinnert sich Ernst Burmann an seinen ersten Eindruck. Seine Wette kam als erste an die Reihe. Das Lernen der letzten Wochen lohnte sich: Fünf Fingerabdrücke aus 250 eingeprägten musste der Pfarrer erkennen – und schaffte es problemlos.
Alle Länder der Welt an den Umrissen ertastet
Um den Titel „Deutschlands Superhirn“ kämpften sieben Gedächtniskünstler. Vor einer schwierigen Aufgabe stand Heike Krauss, die sich die Positionen von in einer Art Memory auf einem Schachbrett verteilten Zwillingspaaren merken musste und scheiterte. Nina Haarkötter dagegen kann alle 197 Länder der Welt blind an ihren Umrissen ertasten. Die junge Geigerin Elena Lichte musste von einer Kollegin gespielte Stücke an der Bewegung des Bogens erkennen. Der Bayer Thomas Egold hatte kleinere Schwierigkeiten, aus einem ihm vorgesprochenen Text die exakte Zahl der verwendeten Buchstaben nennen zu können.
Den Wettbewerb um die Publikumsgunst machten in der fast dreistündigen Show dann zwei Jugendliche untereinander aus: der 14-jähriger Johann Palinkas, der hundert Heinz Erhardt-Gedichte an jeweils nur einer Zeile erkannte und komplett rezitieren konnte, und der blinde 16-jährige Dave Janischak, der Gegenstände wie Fledermäuse durch das Aussenden von schnalzenden Geräuschen und durch das Hören des zurückkommenden Schalls erkannte. Ihn wählte das Berliner Publikum zu Deutschlands Superhirn. Ein wenig ärgerlich empfand Ernst Burmann die Äußerung Boris Beckers, der neben drei weiteren Promis aus dem Showgeschäft und den Wettkandidaten auf dem Sofa der Pilawa-Show saß: Er habe Schwierigkeiten mit evangelischen Pfarrern, sagte der ehemalige Tennisspieler, neben den sich Ernst Burmann dann setzte.
Party Mit einer großen öffentlichen Party feiert Ernst Burmann am kommenden Dienstag, 22. Mai, ab 19 Uhr im Thalfinger Laurentiussaal das Gemeinschaftserlebnis der Show und die gewonnene Wette. Während der Party erhalten die Teilnehmer der Wette ihre Fingerabdrücke als Souvenir auf einer Karte, es gibt vor der Show entstandene Kurzfilme und Ausschnitte aus der Sendung selbst zu sehen. Für Essen und Getränke ist gesorgt.