Berg 24 Krippenplätze für Kinder im Alter bis zu drei Jahren sollen im AWO Kindergarten „Sonnenschein“ im Ortsteil Berg entstehen. Die Markträte gaben in einer Sitzung nun grünes Licht für dieses Vorhaben. Das Grundstück auf der Nordseite wurde bereits für den Anbau erworben. Da momentan noch Fördergelder winken, soll der Bau noch heuer beginnen.
Der Bedarf ist nachweislich vorhanden: Die 18 Krippenplätze, die seit dem vergangenen Jahr in der Kindertagesstätte St. Martin für die gesamte Marktgemeinde zur Verfügung stehen, sind bereits belegt. Wegen eines akuten Engpasses beschlossen die Markträte in der Sitzung sogar, dort die Anzahl zunächst um zwei Plätze aufzustocken.
Die tatsächliche Nachfrage habe alle Diskussionen, ob in Pfaffenhofen Krippenplätze benötigt werden, zum Schweigen gebracht, resümierte Marktrat Johann Kast (SPD). Er begrüßte, dass mit den neuen Krippenplätzen etwas für junge Familien getan werde. Bürgermeister Josef Walz wies darauf hin, dass die Marktgemeinde den gesetzlichen Auftrag erfüllen wolle, der für jedes dritte Kind bis zum dritten Lebensjahr einen Krippenplatz vorsehe.
Ob auch von Tagesmüttern betreute Kinder mit zu den Krippenplätzen der Marktgemeinde gezählt werden könnten, wollte Martin Strobel (CSU) wissen. Claudia Walk (FWG) wusste, dass nur vom Jugendamt anerkannte Tagesmütter gezählt würden. Zahlen für die Marktgemeinde lägen dazu nicht vor, meinte Bürgermeister Walz. Er versprach, sich dazu beim Landratsamt kundig zu machen.
Marktrat Paul Abt (CSU) drängte darauf, auch die Parkplatzsituation rund um den Kindergarten „Sonnenschein“ zu berücksichtigen. Es gebe dort zu wenig Stellplätze.
Wichtiger Schritt hin zu einem „Haus der Kinder“
Am Kindergarten „Sonnenschein“ sollen zwei Krippengruppen für je zwölf Kinder entstehen. Für Leiterin Jutta Heim-Sperlich ein wichtiger Schritt hin zu einem „Haus der Kinder“ – dank der Krippe können dann Kinder im Alter von null bis neun Jahren betreut werden. Bislang kümmern sich die neun Mitarbeiter um 64 Kinder im Alter von zweieinhalb bis neun Jahren. Auf die Betreuung der kleineren Kinder haben sich Heim-Sperlich und ihre Kolleginnen bereits vorbereitet und einen Kurs absolviert. (uwt, caj)